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Bremer Innenstadt: Zwischenlösung für Wirtschaftsförderer

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Von: Thomas Kuzaj

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Bremens Wirtschaftsförderer ziehen in diese ehemaligen Sparkassen-Büros – übergangsweise.
Bremens Wirtschaftsförderer ziehen in diese ehemaligen Sparkassen-Büros – übergangsweise. © Kuzaj

Bremen – Zum „Lebendigen Haus“, so der neue Name, soll der frühere Lloydhof in der Bremer Innenstadt werden. Aber das verzögert sich, der Umbau dauert deutlich länger. Der ursprünglich für Ende vergangenen Jahres geplante Umzug der Wirtschaftsförderung (WFB) ins „Lebendige Haus“ am Ansgarikirchhof musste deshalb verschoben werden.

Eine Kettenreaktion mit Auswirkungen auch auf die weitere Entwicklung des „Balge-Quartiers“ des Investors Dr. Christian Jacobs aber ist jetzt verhindert worden. Bislang nämlich sitzen die Wirtschaftsförderer im Kontorhaus Langenstraße, das Jacobs 2018 gekauft hatte. Jacobs plant unter Einbeziehung des Kontorhauses ein Quartier vom Stammsitz an der Obernstraße über die Stadtwaage bis hin zur Schlachte.

Die Arbeiten im Kontorhaus sollen nach dem Auszug der WFB beginnen; zu den Planungen dort zählt unter anderem ein „Stadtmusikantenhaus“. Das für 2025 geplante Projekt aber droht gerade zu einem weiteren Koalitions-Streitthema zu werden – Grüne und Linke treten derzeit mit Blick auf mögliche Kosten auf die Bremse.

Bremer Kontorhaus geht fristgerecht an die Jacobs-Gruppe

Unabhängig davon wird das Kontorhaus nun planmäßig – sprich: fristgerecht zum 1. April – an die Jacobs-Gruppe übergeben, trotz der Verzögerungen am Ansgarikirchhof bleibt die WFB jetzt nicht länger hier. Die Wirtschaftsförderer und Investorin des „Lebendigen Hauses“, die DLH Bremen GmbH, haben den 1. Februar 2023 als neuen Mietbeginn vertraglich festgelegt. Das erklärte eine Sprecherin der WFB.

Bis das „Lebendige Haus“ fertig ist, ziehen die Wirtschaftsförderer übergangsweise an den Brill (Richtung Bürgermeister-Smidt-Straße) – in frühere Sparkassen-Büroräume direkt neben dem Impfzentrum. Mehrkosten entstehen den Wirtschaftsförderern „durch den verschobenen Umzugstermin und die Anmietung des Interimsobjekts nicht“, hieß es am Montag weiter, „da die Mehraufwände durch DLH getragen werden“.

Für die Mitarbeiter sei der Zwischenumzug zwar „eine erhebliche Mehrbelastung“, so WFB-Chef Andreas Heyer, die aber werde „zum Wohle der Innenstadtentwicklung“ gern in Kauf genommen. „Dass wir das Kontorhaus pünktlich für die neue Entwicklung durch die Jacobs-Gruppe und für wichtige Innenstadtprojekte freimachen, hat für uns oberste Priorität.“

Neben ihrem Hauptsitz im Kontorhaus hat die WFB derzeit auch Büros in der Findorffstraße und in der Faulenstraße – ebenfalls bis 2023. Die dort arbeitenden Beschäftigten werden nicht in das Interimsobjekt am Brill umziehen, hieß es weiter.

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