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Bremer Innenstadt: Der Schütting bekommt ein italienisches Fundament

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Von: Thomas Kuzaj

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Zwei Brüder in der Küche: Denis (l.) und Elvis Behljuljevic ziehen im September mit ihrem italienischen Restaurant „Due Fratelli“ von der Hamburger Straße (Peterswerder) ins Herz der Stadt – ins Haus Schütting am Marktplatz.
Zwei Brüder in der Küche: Denis (l.) und Elvis Behljuljevic ziehen im September mit ihrem italienischen Restaurant „Due Fratelli“ von der Hamburger Straße (Peterswerder) ins Herz der Stadt – ins Haus Schütting am Marktplatz. © Due Fratelli

Bremen – Die Bremer Innenstadt bekommt ein kulinarisches Upgrade – ein über Bremens Grenzen hinaus bekannter Top-Italiener zieht ins Herz der Altstadt, direkt auf den Marktplatz. Die Brüder Elvis und Denis Behljuljevic, als Inhaber des Restaurants „Due Fratelli“ („Zwei Brüder“) bislang noch an der Hamburger Straße zu Haus, übernehmen die Gastronomie im Club zu Bremen, sprich: im Haus Schütting, dem Sitz der Handelskammer. Der Schütting bekommt nun ein italienisches Fundament.

Damit entsteht einer der Anziehungspunkte, wie Bremens Innenstadt sie so nötig braucht: Lokale und Geschäfte, die Menschen (auch aus dem Umland) in die City locken. Im September, so die Planung, soll es losgehen im Schütting – mit einem „soft opening“. Bis dahin müssen Clubräume und Gastronomiebereich, gerade frisch saniert, eingerichtet werden. Für die Restaurant-Chefs und ihr Team (das noch aufgestockt werden soll) gilt es zudem, Abläufe und Laufwege einzustudieren. Zur gewohnten Abendkarte kommt der Mittagstisch neu hinzu. Geplant sei auch hier eine Küche „mit italienischen und regionalen Gerichten“, teilte der Club zu Bremen mit. In den Sommermonaten zählt auch ein Außenbereich auf dem Marktplatz zum Lokal. Carpaccio, Tagliolini, Seezungenfilet – da wünscht auch der Roland: „Buon appetito!“

Das Restaurant im Schütting am Marktplatz wird mit italienischem Leben gefüllt und damit zum Ristorante.
Das Restaurant im Schütting am Marktplatz wird mit italienischem Leben gefüllt und damit zum Ristorante. © Kuzaj

Die zwei Brüder, die aus Hannover stammen, hatten 2015 an der Hamburger Straße losgelegt. Es wurde eine der Gastro-Erfolgsgeschichten, wie sie mit außergewöhnlicher Leidenschaft und großem Engagement möglich sind. Elvis (Service) und Denis Behljuljevic (Küche) verstehen Gastronomie als Gesamtkunstwerk und Teamleistung: Nicht allein auf dem Teller muss es stimmen, sondern auch drumherum – Service und Ambiente, das freundliche Gespräch, das persönliche Wort, das Gespür für Details und Wohlfühl-Momente. Die Brüder scheinen es zu haben, sie haben sich viel (gedrucktes) Lob und Anerkennung erarbeitet.

Kreativität und klassische Kochkunst

Sie vereinen Kreativität mit klassischer Zubereitungskunst. Ihre Bolognese hat Fans in London und New York, sagt Elvis Behljuljevic. „Neben einer Auswahl selbst produzierter Pasta von zarten Ravioli bis zur 16 Stunden lang geschmorten Bolognese serviert das Team kreative Vorspeisen und Zwischengerichte, während die Hauptgerichte wieder klassischer auf Fisch oder Fleisch ausgerichtet sind“, heißt es bei der renommierten Kochkunst-Gesellschaft „Chaîne des Rôtisseurs“ über „Due Fratelli“. Küchenchef Denis Behljuljevic, der im Bremer „Al Pappagallo“ gelernt hat, kann auf Stationen in Italien sowie in Zürich und München zurückblicken – Sternerestaurants, die internationale Schule. Elvis Behljuljevic, ausgebildeter Restaurantfachmann, hat Sommelier-Schulungen in Deutschland und Italien absolviert.

Der Wechsel zum Bremer Marktplatz soll ihr Ristorante nun auf ein „neues Level“ heben, sagt Elvis Behljuljevic. „Wir wollen uns entwickeln, nicht stehenbleiben.“ Vergrößern wolle man sich obendrein: „Wir brauchen mehr Platz.“ Der Kontakt zur Handelskammer und zum Club zu Bremen sei „über einen Freund von uns“ zustandegekommen.

Ihr erster Schritt in die Bremer Innenstadt ist es nicht. Vor vier Jahren haben die „Due Fratelli“ an der Pieperstraße (zwischen Obern- und Martinistraße) ihr „Due“ eröffnet, ein Bistro mit italienischem Streetfood. Nun also geht’s auch mit dem Ristorante von der Randlage ins Zentrum. „Wir freuen uns darauf.“

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