Neuen Senatswein präsentiert

Das Bremer i-Tüpfelchen zum Dessert

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Präsentieren den neuen Senatswein: Ratskellermeister Karl-Josef Krötz (v.l.), Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering, Shazad Alvi, Martina Sanowski-Lütjen, Karl-Heinz Sanowski und Martinshof-Chef Ahlrich Weiberg. 

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Er ist da, der neue Senatswein mit dem klangvollen Namen „Erdener Treppchen“. Etwa 900 Flaschen (0,5 Liter) des Süßweins hat ein Teil der Ernte im vergangenen Jahr ergeben. Der andere Teil beschert dem Martinshof, Werkstatt für behinderte Menschen, und dem Ratskeller in diesem Jahr eine Premiere: Erstmals ist eine fein-herbe Variante (0,75 Liter) zu haben.

Während der kostbare Süßwein für den erfahrenen Ratskellermeister Karl-Josef Krötz das „i-Tüpfelchen zum Dessert“ ist, eignet sich die neue Variante gut als Terrassenwein, wie Krötz sagt. Warum ein fein-herber Wein? Nun, so Krötz, er wurde häufig nachgefragt. 1000 Flaschen kamen heraus. Die Trauben stammen von einer weiteren Parzelle an der Mosel, sie ist etwa 700 Quadratmeter groß. Insgesamt umfasst der „Bremer Weinberg“ in Erden an der Mosel nun etwa 1500 Quadratmeter. „Der Durst nach Senatswein muss gestillt werden“, erklärt der Ratskellermeister die Ausweitung des Areals. Die Nachfrage sei groß. Ganz klein haben die Bremer um das Jahr 2000 mit 88 Flaschen angefangen, erinnert sich Krötz. Seit 2013 ist der Senatswein zu kaufen.

Die Weinlese übernimmt eine Bremer Delegation persönlich. Rund 50 Personen, darunter mehrere Mitarbeiter des Martinshofes, natürlich Karl-Josef Krötz sowie Freunde des Ratskellers, mühten sich im November 2016 am Hang und mit Schiefer in Erden ab. Mit dabei waren zum ersten Mal der neue Martinshof-Geschäftsführer Ahlrich Weiberg und Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering. Insbesondere die Debütanten Weiberg und Siering waren schwer beeindruckt. „Es war großartig. Man hat eine andere Wertschätzung für den Wein, wenn man selbst mitgesammelt hat“, so Siering am Freitag bei der Präsentation im neugestalteten Ratskeller. „Schön zu erleben, wie der Wein entsteht“, sagt auch Weiberg beeindruckt. 

Die Bremer erfahren vor Ort die Unterstützung des Römerkeltervereins Erden. Erzählt Krötz von dem Gebiet, bezeichnet er es als „Herz der Mittelmosel“ und als „Spitzenlage für Riesling in der Welt“. 2016 habe man die „letzten Sonnenstrahlen eingefangen“. Der neue Senatswein punkte mit einer „Gelbfruchtigkeit, die betörend ist“. Er sei von Mineralität geprägt, vom „Gold der Mosel“, dem Schiefer. Die Trauben mussten laut Krötz Wetterextreme aushalten: „Der Wein knallt nicht, ist aber sehr elegant und streichelt die Zunge.“ Das Füllhorn Natur sei diesmal nicht ganz bis zur Neige ausgeschöpft worden.

Zu haben sind beide Weinvarianten für 12,50 Euro im Ratskeller und beim Martinshof.

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