1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bremen

Bremer „Herbsthelfer“ sollen Senioren das Alltagsleben erleichtern

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sie wollen Bremer Senioren mit dem Verbund „Herbsthelfer“ unterstützen – von links gesehen: Professor Herbert Kubicek, Finanz-Staatsrat Henning Lühr und Bürgermeisterin Karoline Linnert. „Wir wollen das Leben von Senioren erleichtern“, sagt Linnert. - Foto: Kuzaj
Sie wollen Bremer Senioren mit dem Verbund „Herbsthelfer“ unterstützen – von links gesehen: Professor Herbert Kubicek, Finanz-Staatsrat Henning Lühr und Bürgermeisterin Karoline Linnert. „Wir wollen das Leben von Senioren erleichtern“, sagt Linnert. © Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Immer mehr ältere Menschen leben allein“, sagt Finanzsenatorin und Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne). Das Zeitalter der Digitalisierung schafft neue Hürden. Um den Alten zu helfen, haben Verwaltung, Wohlfahrtsverbände und die Post den Verbund „Herbsthelfer“ gegründet, der Senioren den Alltag erleichtern und obendrein für Kontakt von Mensch zu Mensch sorgen soll. Eine wichtige Rolle spielen dabei – wie berichtet – Postboten.

Die Seniorendienste der „Herbsthelfer“ gehen jetzt in eine Testphase, die Professor Herbert Kubicek vom Institut für Informationsmanagement an der Uni wissenschaftlich begleitet. Linnert nennt die Fragen, die Kubicek klären soll: „Was klappt? Was können wir verbessern? Welche zusätzlichen Angebote wären eine sinnvolle Ergänzung?“ Für die „Herbsthelfer“-Angebote kooperieren Bremens Verwaltung, die Stadtbibliothek, das Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas und der Paritätische. Außerdem dabei: AOK, Sparkasse und Johanniter. Und eben: die Post. Mit sechs Projekten – die erstmal bis Mitte 2019 laufen sollen – legen die Bremer „Herbsthelfer“ jetzt los:

Dienstleistungen wie diese könnten dazu beitragen, dass Ältere länger in der gewohnten Umgebung leben können, sagt Dr. Ole Nordhoff, der bei der Deutschen Post für das Briefgeschäft verantwortlich ist. In Schwachhausen seien insgesamt 25 Zusteller im Einsatz. Es gelte nun, die Resonanz abzuwarten und Dienstpläne anzupassen. Freuen die Zusteller sich über die neuen Aufgaben? „Es ist nicht so, dass wir jemanden zwingen müssen.“

All die Projekte und Dienstleistungen seien als „Unterstützung für aktive Nachbarschaften“ gedacht. Bremen unterstützt die „Herbsthelfer“ in diesem Jahr und 2019 mit insgesamt 460.000 Euro. „Für die wissenschaftliche Begleitung und den Formularservice“, so Linnert. Es fließe kein öffentliches Geld an die Post. Und: „Ich werde dafür kämpfen, dass wir die ,Herbsthelfer‘ auf der Basis der gesammelten Erfahrungen fortsetzen können. So etwas funktioniert nicht als Eintagsfliege.“

Auch interessant

Kommentare