Maritime Geschichten

Bremer Hafenmuseum bringt Filme mit „Nagelritz“

Digitales Seemannsgarn spinnt „Nagelritz“ jetzt für das Bremer Hafenmuseum.
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Digitales Seemannsgarn spinnt „Nagelritz“ jetzt für das Bremer Hafenmuseum.

Bremen – Auch das Bremer Hafenmuseum im Speicher XI in der Überseestadt holt – wie andere Bremer Häuser – zunehmend Digitales an Bord. Schließlich bieten digitale Angebote eine Möglichkeit, ein Museum auch in Pandemiezeiten auf Kurs zu halten (und vielleicht sogar neues Publikum zu gewinnen – und für die klassischen Museumsangebote zu interessieren).

Virtuelle „Morseminuten aus Übersee“ stellt das Hafenmuseum nun in die Online-Welt. Und achtet dabei darauf, Präsenz- und Digitalangebot miteinander zu verknüpfen. Auch eine Prise Humor kommt ins Spiel. Was sind sie, die „Morseminuten aus Übersee“? Nun, es handelt sich um eine Filmreihe.

Und in dieser Reihe präsentiert der Bremer Kabarettist und Musiker Dirk Langer alias „Nagelritz“ einmal im Monat – Zitat – „fundiertes Halbwissen und gefühlte Fakten“ rund um die Seefahrt. Motto: „Was tut ein Seemann, wenn er an Bord auf die Freigabe des Schiffs wartet und sich langweilt? Er denkt über die Funktion der Kranwinde, die Erfindung des Kautabaks und die Kiemenfunktion bei Amphibien nach. Was man eben so macht, wenn man Zeit hat…“ Er hat eben ein ganz, ganz großes Seemannsherz, der „Nagelritz“.

Frische Einblicke in ein maritimes Archiv

„Produziert wird die Filmreihe im Archiv des Hafenmuseums und gewährt auf diese Weise einen kleinen Einblick in die Sammlung des Hauses“, sagt Claudia Seidel vom Hafenmuseum. „In jeder Sendung steht ein nautisches Thema im Mittelpunkt, in der nächsten Folge geht es um Spione unter Seeleuten.“ Ebenfalls mit von der Partie ist jeweils ein „Überraschungsgast im Besucherbecken“. Angekündigt wird zudem ein Preisrätsel.

„Nagelritz“ ist zum wiederholten Mal Gast im Hafenmuseum, sprich: er kennt sich da gut aus. Im vorigen Jahr präsentierte er dort seine Ausstellung „Bullaugenblicke“. Kaum war die Schau eröffnet, kam Corona. Das Museum musste schließen.

Künstler spinnt digitales Seemannsgarn

Aber man ließ sich etwas einfallen in den Räumen im Speicher XI: „Unter dem Titel ,Nagelritz-Quarantänekultur‘ ließ sich die Ausstellung jedoch durch insgesamt 21 verschiedene Kurzfilme virtuell erleben“, so Seidel. „Die ,Morseminuten aus Übersee‘ greifen nun diese Idee des virtuellen Museumsbesuchs auf und spinnen das digitale Seemannsgarn weiter.“

Die nächste Folge geht am Mittwoch, 27. Januar, um 12 Uhr online, kündigt das Hafenmuseum an. Zu sehen ist sie auf der Homepage des Hause – sowie auf dem Youtube-Kanal des Museums. Weitere Episoden folgen dann am 24. Februar und am 24. März.

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