Schnelle Einigung nach Gipfel

Bremer G20-Polizisten bekommen Sonderurlaub für Einsatz

Bremen. Höchste Anspannung, stundenlange Schichten, wenig Ruhezeit, Gefahr für Leib und Leben nach erschreckenden Ausschreitungen von Linksextremen: Auch Bremer Polizisten mussten beim G20-Gipfel in Hamburg unter extremen Bedingungen arbeiten. Nun haben sich Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), Polizeipräsident Lutz Müller und der Personalrat schnell geeinigt: Die Polizisten bekommen drei Tage Sonderurlaub.

Insgesamt waren rund 330 Männer und Frauen aus dem Land Bremen an Elbe und Alster im Einsatz, darunter 28 aus Bremerhaven. 19 Beamte wurden verletzt.

Bremen hat sich nun der Initiative Hamburgs angeschlossen, den beim G20-Gipfel eingesetzten Beamten Sonderurlaub zukommen zu lassen. Mäurer gab, wie er am Mittwoch sagte, dem Polizeipräsidenten grünes Licht, sich „schnell und unkompliziert“ mit dem Personalrat zu verständigen. Die Polizisten, die direkt in Hamburg eingesetzt waren, erhalten drei Tage Sonderurlaub. Die Beamten, die in Bremen währenddessen Schichten von zwölf Stunden leisteten, um an der Weser die Lücken zu füllen, bekommen einen Tag Sonderurlaub. 

Die Beamten hätten ihr Leben und ihre Gesundheit riskiert, das lasse sich nicht mit Geld oder freien Tagen ausgleichen, sagte Mäurer. Und weiter: „Der Sonderurlaub ist aber ein Zeichen unserer Wertschätzung für den geleisteten Einsatz unter tagelanger höchster Nervenanspannung.“ Auch den Beamten in Bremen zollte er Anerkennung für die Zwölf-Stunden-Schichten, unter anderem hatten sie sich um die Sicherheit auf der „Breminale“ zu kümmern.

Müller sagte: „Der Einsatz in Hamburg wird prägend für eine ganze Generation von Polizisten sein. Die Gewaltexzesse, denen sie zeitweise ausgesetzt waren, werden vielen von ihnen dauerhaft in Erinnerung bleiben.“

Wie es heißt, bleibt die vereinbarte Überstundenregelung vom Sonderurlaub unberührt. Die Beamten können sich die Mehrarbeit auszahlen lassen oder frei machen. Mehrere Länder wie Berlin, Niedersachsen und Bayern haben sich der Initiative Hamburgs angeschlossen.

gn

Rubriklistenbild: © dpa

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