Preisverleihung am 17. November

Bremer Friedenspreis an ehemaligen Kindersoldaten verliehen

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Bremens Bürgermeisterin und Schirmherrin des Friedenspreises, Karoline Linnert, wird den Preis am 17. November verleihen.

Bremen - Mit dem internationalen Bremer Friedenspreis werden in diesem Jahr eine Anti-Mafia-Initiative aus Süditalien, eine indigene Umweltaktivistin aus Neuseeland und ein kongolesischer Friedensarbeiter ausgezeichnet.

Das teilte die Stiftung "die schwelle - Beiträge zur Friedensarbeit" am Mittwoch mit. Sie verleiht den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Preis am 17. November im Bremer Rathaus. 

Sizilianische Initiative stellt sich mutig der Mafia entgegen

Bremens Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Das sizilianische Netzwerk Addiopizzo ("Tschüss Schutzgeld") wird von der Stiftung als "ermutigende Initiative" ausgezeichnet. Der Zusammenschluss von mehr als tausend sizilianischen Geschäften widersetze sich den Schutzgeldzahlungen der Mafia und mache dies im Stil eines Fair-Trade-Labels publik. 

Die neuseeländische Friedens- und Umweltaktivistin Pauline Tangiora soll den Preis für ihren Einsatz für die Rechte indigener Völker erhalten. Als Angehörige der Maori verbinde sie das Stammeswissen ihrer Ahnen mit der Botschaft, die Erde zu schützen und zu bewahren, hieß es. 

Der kongolesische Friedensarbeiter Junior Nzita bekommt die Auszeichnung, weil er sich gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten engagiert. Nzita wurde als Zwölfjähriger aus einem Internat entführt und musste in der Armee kämpfen. Trotz schwerer Traumata holte er das Abitur nach und machte eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. Mit seiner Hilfsorganisation unterstützt er ehemalige Kindersoldaten.

dpa

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