3. Bremer Fotopreis

Mario Wezel macht das „Bremer Pressefoto des Jahres“

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Das Siegerbild von Wezel, die fünf weiteren Gewinner sowie ausgewählte weitere Arbeiten sind noch bis zum 29. April in der Sparkasse Am Brill zu sehen.

Bremen - Von Sigi Schritt. Die Frauen stehen auf der Empore, die Männer ganz vorne. Und doch sind die Damen im Blick des Fotografen fokussiert, die Herren indes rücken durch die gewählte Unschärfe in den Hintergrund: Mit seiner Aufnahme der Schaffermahlzeit wirft Mario Wezel ein politisches Schlaglicht auf eine der ältesten Veranstaltungen Bremens.

Seine Aufnahme kürte eine unabhängige Jury im Rahmen des vom Deutschen Journalisten-Verband, Landesverband Bremen, ausgeschriebenen Wettbewerbs „Bremer Fotopreis 2014/2015“ zum Bremer Pressefoto des Jahres.

In der Kategorie Wirtschaft gewann Tristan Vankann mit einer kraftvollen Aufnahme aus der Autoindustrie. Karsten Klama, der beim letzten Bremer Fotopreis das Bremer Pressefoto des Jahres machte, entschied diesmal die Kategorie „Land & Leute“ für sich – mit einer Backstage-Situation nach einem Tanzturnier.

Jana Euteneier lieferte das beste Bild in der Kategorie Politik: Die Aufnahme eines Groß-Einsatzes der Polizei in Tenever verweist auf den Konflikt zwischen den Kulturen.

Ingo Wagner gewann die Kategorie Kultur mit einer vielschichtigen Bildkomposition, in der er eine Ausstellungseröffnung inszenierte. In der neuen Kategorie Regionales fing Carmen Jaspersen einen besonderen Moment ein: Bei den Ostfriesischen Wattspielen prallen zwei Spieler aufeinander, der spritzende Schlick steht wie eingefroren in der Luft. „Mit über 270 Einsendungen haben sich mehr als 30 Bildjournalistinnen und –journalisten an unserem Wettbewerb beteiligt – so viele wie nie zuvor“, freut sich Regine Suling, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes in Bremen. „Der Bremer Fotopreis visualisiert erneut, dass in unserem Bundesland herausragende Bildjournalistinnen und -journalisten mit ihrer Arbeit einen unersetzlichen Beitrag für die tägliche Berichterstattung leisten.“

3. Bremer Fotopreis in der Sparkasse am Brill

Der „Bremer Fotopreis 2014/15“ will den Wert des Bildjournalismus nachhaltig steigern. Die Bedingungen: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten hauptberuflich tätige Bildjournalistinnen und –journalisten sein. Zudem sollten die eingesandten Arbeiten einen klaren Bezug zum Land bzw. zur Region aufweisen.

Die 170 Gäste haben auch Bilder gesehen, die beispielsweisen in den Kreisen Diepholz und Verden entstanden sind. Die Nachwuchsjournalistinnen Denise Hasselbring und Maren Jensen zollten Respekt für die Arbeiten ihrer fotografierenden Kollegen: "Die Bilder spiegeln Stimmungen wider und können vielschichtige Sachverhalte für die Betrachter verständlich veranschauen." Beide Betrachter schauen sich Bilder auf einem Monitor an. Wie verheerend ein Feuer im vergangenen Jahr gewütet hat, zeigt beispielsweise das eingereichte Bild von Rainer Jysch. "Man kann durch sein Foto einen Eindruck bekommen", so Hasselbring. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bürgerschaftspräsident Christian Weber.

In der Fachjury brachten Prof. Peter Bialobrzeski, Hochschule für Künste und Vorsitzender der Jury, Moritz Döbler, Chefredakteur Weser-Kurier, Prof. Fritz Haase, Haase & Knels, Atelier für Gestaltung, Christian Klose, Chefredakteur Nordsee-Zeitung und Peer Rüdiger, medienhaven Bremen, ihre fachkundige Meinung ein.

Alle Bilder zeigt die Sparkasse Bremen im Rahmen einer Fotoausstellung im FinanzCentrum Am Brill vom 18. März bis 29. April.

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