Haus wird vergrößert

Bremer Focke-Museum: Jury prämiert Entwürfe

Der Siegerentwurf im Wettbewerb um die Erweiterung des Focke-Museums stammt von dem Berliner Büro Springer Architekten.
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Der Siegerentwurf im Wettbewerb um die Erweiterung des Focke-Museums stammt von dem Berliner Büro Springer Architekten.

Bremen – Die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Anna Greve, neue Direktorin des Focke-Museums in Schwachhausen, hat angekündigt, das Haus verändern zu wollen – „von außen nach innen.“ Ein entscheidender Schritt, der das Äußere und das Innere gleichermaßen betrifft, wurde jetzt getan: Der Entwurf für die Erweiterung des Focke-Museums steht fest.

Der Architekturwettbewerb ist entschieden, die Jury unter dem Vorsitz des Berliner Architekten Prof. Dr. Claus Anderhalten entschied sich für den Entwurf des renommierten Berliner Büros Springer Architekten, in Bremen unter anderem mit den Deichhäusern in der Überseestadt und der Sanierung des Gewoba-Hochhauses vertreten. Der erste Preis im Wettbewerb ist mit 10.000 Euro dotiert. Zweiter Platz (8.000 Euro): MLZD (Berlin), dritter Rang (6.000 Euro): Temperaturas Extremas Arquitectos, Madrid.

Der Neubau soll das Museum nicht allein erweitern, sondern gleichsam auch das erweiterte Konzept mittragen. „Das Haupthaus bekommt einen Vorbau mit multifunktionalen Räumen und Gastronomie. Außerdem werden die Innenhöfe überdacht, um darin mit einem modularen Ausstellungssystem arbeiten zu können“, so hatte es die Direktorin ausgedrückt. „Ziel der Erweiterung ist es, die Besucher mehr einzubeziehen, eine bessere Barrierefreiheit zu erlangen sowie einen wirtschaftlicheren Betrieb mit mehr Flexibilität für die Zukunft zu erreichen“, so formulierte es ein Sprecher des Kulturressorts.

„Filigran und zugleich funktional“

Das 10,2 Millionen Euro teure Projekt läuft unter dem Stichwort „Neuausrichtung“, das Museum bekommt ein zum Park hin liegendes „Bürgerforum“. Der vertraute Eingangsbereich des 1964 nach Plänen des Architekten Heinrich Bartmann fertiggestellten Bauwerks bleibt – das freut auch Prof. Dr. Georg Skalecki, Landeskonservator und Jurymitglied.

Die denkmalgerechte Überdachung der Innenhöfe ergibt 500 Quadratmeter zusätzlicher Fläche, 400 Quadratmeter kommen für das größere Foyer, einen neuen Multifunktionsraum und ein Café hinzu. „Neben dem Eingangsbereich entsteht ein neues, filigranes und zugleich funktionales Gebäude“, so das Ressort. Der Bund steuert zu den Kosten knapp 4,6 Millionen Euro bei. „Die verbleibenden 5,6 Millionen Euro sollen von der Freien Hansestadt Bremen und privaten Geldgebern getragen werden“, heißt es weiter.

Wie geht es nun weiter? Das Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern beginnt, an dessen Ende einer von ihnen den Zuschlag bekommt. Baubeginn: im ersten Quartal 2024; Abschluss: bis zum zweiten Quartal 2025. Dann werden Räume und Ausstellungen eingerichtet. Im Jahr 2026 soll das Haupthaus des Focke-Museums dann wieder öffnen.

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