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Bremer „Feierabendmarkt“ feiert Premiere

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Von: Thomas Kuzaj

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Bebetta, DJ und Musikproduzentin, bringt House und Techno auf den Domshof.
Bebetta, DJ und Musikproduzentin, bringt House und Techno auf den Domshof. © Open Space/Ina Peters

Bremen – Rund um den Neptunbrunnen des Bildhauers Waldemar Otto (1929 bis 2020), da blüht und gedeiht seit einigen Tagen das „Gartenlokal“ der diesjährigen „Open-Space“-Saison auf dem Domshof. Ein temporärer Innenstadt-Treffpunkt soll hier bis September wachsen, der den Platz auch an Nachmittagen und Abenden füllt und belebt.

Einen Beitrag dazu soll ein Trend leisten, der aus anderen Städten importiert wurde – ein „Feierabendmarkt“. Der Bremer „Feierabendmarkt“ feiert am Freitag, 24. Juni, seine Premiere; anschließend soll es ihn alle zwei Wochen geben. Und zwar immer in der Zeit von 16 bis 20 Uhr. Im Schatten der Domtürme mit Genuss das Wochenende einläuten – das ist die Idee. Zum Einläuten gibt es Kulinarisches und Ratskeller-Wein. Und eben einen Markt, auf dem Lebensmittel eingekauft werden können.

Nämlich: „Obst, Gemüse und Kräuter, Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Käse und Antipasti, Gewürze und vieles mehr“, wie es in einer Vorschau heißt. Der „Feierabendmarkt“ ist ein Projekt des Bremer Großmarkts, der dafür – Zitat – „engagierte Marktkaufleute, Bio-Erzeuger und Genuss-Manufakturen“ zusammentrommeln will. „Bio-Qualität“ ist ein weiteres Stichwort. Die nächsten Termine nach der Premiere am 24. Juni sind der 8. Juli und der 22. Juli. Und so weiter, und so fort – bis zum Finale am Freitag, 16. September.

House und Techno auf dem Domshof in Bremen

Zum sommerlichen Programm auf dem Domshof gehört auch die Musik, sie ist schließlich ein wesentliches „Open-Space“-Element. Beispielsweise am Donnerstag, 23. Juni, um 20 Uhr. Techno-DJ und Musikproduzentin, das ist die Künstlerin Bebetta, die seit 2014 in Berlin lebt, aber in Bremen geboren wurde. „Und so ist es ihr eine Freude, den Domshof mit ihrem durchdachten, berührenden Sound zwischen House und Techno beim ,Open-Space‘-DJ-Cub zum Kochen zu bringen“, so „Open-Space“-Sprecherin Sandra Rybak. Bereits ab 18.30 Uhr „wärmt“ DJ Finn Bønin als Support das sommerliche Publikum auf dem Domshof auf.

Bremer Dom-Museum zeigt Kreutzkamp-Fotos

Apropos Domshof. . . da wir schon hier sind, gehen wir auch gleich noch einmal in den Dom. Ins Dom-Museum, um ganz genau zu sein. Unter dem Titel „Matt oder glänzend“ zeigt das Museum bis zum 14. August Arbeiten der Bremer Fotografin Katharina Kreutzkamp – und zwar im Rahmen der Reihe „Dompirsch – fotografische Sichtweisen auf den St.-Petri-Dom“.

Die Künstlerin mache in ihrer Ausstellung „das Licht zum bevorzugten Motiv“, so Dr. Henrike Weyh, die Leiterin des Dom-Museums. „Gott ist das Licht und in ihm ist keine Finsternis“, heißt es im ersten Johannesbrief – eben dieses Licht werde in der gotischen Architektur auf besondere Weise inszeniert. „Die großen Fenster, die durch die neue Bauweise möglich werden, erlauben dem Licht, seinen Weg durch die Kirche zu bahnen und den Raum zu erschließen.“

Dom-Objekte mit „geheimnisvoller Kraft“

Kreutzkamp habe „vor allem die scheinbar unbedeutenden und selbstverständlichen Dinge im Dom gesucht, Stühle, Liedtafeln oder die Beleuchtung von Treppenstufen“. Doch: „Unter ihrem Blick bekommen diese Objekte eine stille und geheimnisvolle Kraft. Nichts ist hier nebensächlich, was sie sieht, erhält Wertschätzung.“ Die Fotografin „spürt das Licht auf, wenn es eine schlichte Tischplatte in sakraler Pracht erstrahlen lässt oder auf Bankreihen den Raum gliedert“.

Kreutzkamps Arbeiten verändern und erweitern den Blick auf Vertrautes oder vertraut Erscheinendes. Und, so Weyh: „Die Fotos sprechen unsere Phantasie an, das wird vor allem bei den Aufnahmen einzelner Steine der Außenfassade deutlich. Welche Fülle unterschiedlicher Landschaften und Szenarien lässt sich hier erkennen!“

Das Bremer Dom-Museum öffnet montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 16.45 Uhr, sonnabends von 10 bis 13.30 Uhr und sonntags von 14 bis 16.45 Uhr.

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