Umbau und Verlängerung

Bremer Erstaufnahme: Flüchtlingsheim bis 2036

Die Erstaufnahme für Flüchtlinge in Vegesack.
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Die Erstaufnahme für Flüchtlinge in Vegesack.

Bremen – Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Vegesack wird umgebaut und soll bis 2036 bleiben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, berichtete ein Sprecher von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

Laut Planung wird ein Gebäudeteil mit nach oben offenen Kabinen saniert und mit bis zur Decke geschlossenen Räumen ausgestattet. Außerdem sollen zur Unterstützung der installierten Lüftungsanlage die Fenster im gesamten Gebäude so umgerüstet werden, dass sie sich öffnen lassen, hieß es weiter. Und: „Die Kapazität des Gebäudes wird durch den Umbau von 750 auf 650 Plätze abgesenkt, wobei 150 Plätze als Puffer für Zeiten unvorhersehbar starker Zuwanderung zunächst unbelegt bleiben sollen.“

Die Umbaukosten in Höhe von etwa 3,8 Millionen Euro trägt der Eigentümer, die Bührmann-Gruppe. Zur Refinanzierung ist vorgesehen, den 2026 auslaufenden Mietvertrag mit dem Land um zehn Jahre – eben bis 2036 – zu verlängern. Der Senatsbeschluss wird der Sozialdeputation zugeleitet – und anschließend dem Haushalts- und Finanzausschuss zu seiner letzten regulären Sitzung vor der Sommerpause (am Freitag) vorgelegt. Der Umbau soll dann im September beginnen.

Nur sieben Monate Zeit für den Umbau in Bremen-Vegesack

Er gilt als der „vorerst letzte Schritt einer Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation“ der Flüchtlinge in der Erstaufnahme, so der Sprecher. „Zuvor waren unter anderem ein eigener Flur für allein geflüchtete Frauen und ihre Kinder sowie eine Beschwerdestelle eingerichtet worden. Außerdem wurde das W-Lan-Netz bedarfsgerecht ausgebaut.“ Der Flügel A der Erstaufnahme, der jetzt umgebaut wird, war angesichts hoher Zugangszahlen in großer Eile 2015 und 2016 mit nach oben offenen Kabinen „auf dem baulichen Standard einer Notunterkunft hergerichtet worden“.

Nun biete das pandemiebedingt ausgeweitete Aufnahmesystem „erstmals die räumlichen Kapazitäten, den Flügel A des dreiflügeligen Gebäudekomplexes leerzuziehen und umzurüsten“. Für den Umbau gibt es nur sieben Monate Zeit, weil die Verträge für die Ausweichquartiere befristet sind.

Derzeit leben 200 Menschen in der Bremer Unterkunft

Die Immobilie war früher Verwaltungssitz des Bremer Vulkan. Sie wurde 2016 als zentrale Aufnahme für Asylbewerber und Flüchtlinge in Betrieb genommen. Derzeit leben dort nach Auskunft des Sozialressorts etwa 200 Menschen. Bremen zahlt bis 2026 eine Warmmiete von 263. 586 Euro pro Monat. Ab dem 1. Oktober 2026 und bis zum 30. September 2036 fällt eine monatliche Miete von 282. 958 Euro an.

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