Einzelhandel

Bremer City: C&A wechselt vom Hanseatenhof an die Obernstraße

Die Einrichtungsarbeiten sind in vollem Gange: Filialleiter Wolfgang Nierhaus im neuen C&A-Haus an der Obernstraße. Auf 2 500 Quadratmetern öffnet die Textilkette hier am Donnerstag, 14. Oktober – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.
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Die Einrichtungsarbeiten sind in vollem Gange: Filialleiter Wolfgang Nierhaus im neuen C&A-Haus an der Obernstraße. Auf 2 500 Quadratmetern öffnet die Textilkette hier am Donnerstag, 14. Oktober – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.

Bremen – Der Einzelhandel verändert sich, das ist in der Bremer Innenstadt – aber nicht nur hier – an jeder Ecke zu sehen. Die Pandemie auf der einen Seite und die Online-Konkurrenz auf der anderen nehmen den klassischen stationären Handel in die Zange, er muss reagieren. Das Modehandelsunternehmen C&A versucht es in Bremen jetzt mit einem Umzug.

Die Fläche wird verkleinert, die Lage verbessert – so lässt es sich in aller Kürze zusammenfassen. C&A verlässt seinen Standort am Hanseatenhof, wo das Textilhaus einmal etwa 5. 000 Quadratmeter auf fünf Etagen gefüllt hat. Das Unternehmen zieht in die Obernstraße, also an die Hauptachse, sprich: an eine der beiden Top-Einkaufsstraßen in Bremens City (die andere ist die Sögestraße). Neuer Bremer C&A-Standort ist das einstige „Brinkmann“-Haus, in dem zuletzt „Zara“ zu finden war. Die C&A-Fläche hier: 2. 500 Quadratmeter auf vier Etagen. Die Halbierung der Fläche wirkt sich auch auf das Team aus. Es werden nicht mehr etwa 40 Beschäftigte sein, sondern 20.

Am Hanseatenhof läuft der Betrieb noch bis Donnerstag, 7. Oktober. An der Obernstraße 82–88 geht‘s dann am Donnerstag, 14. Oktober, ab 10 Uhr los. Werden nun alle Hosen und T-Shirts, Blusen und Mäntel vom alten ins neue Haus getragen? Nein, sagt der Bremer C&A-Filialleiter Wolfgang Nierhaus. Am neuen Standort ist alles neu, auch die Ware. Im alten Haus laufen bis zum Schlusstag Ausverkaufs-Aktionen.

Die neue Filiale wird kleiner und moderner

„Wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin in der Innenstadt zu den textilen Anbietern für die ganze Familie gehören“, so Nierhaus. Die neue Filiale werde deutlich moderner ausfallen als die alte, das klingt ihm Gespräch mit ihm wieder und wieder durch. So gebe es im Erdgeschoss die gewohnten Kassen mit Bedienung, auf zwei anderen Etagen aber auch neu entwickelte Selbstbedienkassen. Das Bremer Haus wird die erst dritte C&A-Filiale überhaupt mit diesen Kassen sein, so Nierhaus. Andere Veränderungen haben eine stärkere Verzahnung von Online-Welt und stationärem Handel zum Ziel. Die Ware online bestellen und sie sich in die Filiale liefern zu lassen, um sie dort in Ruhe anzuprobieren – das ist so ein Beispiel. „Es sind viele Stellschrauben, an denen C&A modern unterwegs ist“, sagt Filialleiter Nierhaus, der in Weyhe wohnt.

Und er nennt weitere Beispiele. So wird im zweiten Stock ein „Amazon Locker“ eingerichtet. Die Packstation des Online-Versandhändlers liegt in der Herrenabteilung. Kunden können sich ihre Amazon-Pakete dorthin liefern lassen; geöffnet werden die Fächer der Station per App. Einrichtungen wie diese sollen etwas bringen, das die gesamte Bremer Innenstadt nötig hat: Frequenz.

Hinter den großen Fensterfronten an der Obernstraße setzt C&A insgesamt auf eine klare Struktur. Im Untergeschoss liegt die Kinderabteilung – das Spektrum der Kleidung reicht vom Baby bis zum Teenager. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss befindet sich das gesamte Damensortiment. Darüber folgt dann die Herren-Welt mit Freizeit- und Business-Kleidung. Apropos – klassische Büroanzüge („formelle Herrenkonfektion“, wie Nierhaus sagt), die wird es weniger geben als zuvor. Und das nicht allein, weil die Gesamtfläche kleiner geworden ist. „Die Nachfrage danach hat nachgelassen.“ Ganz klar: im Homeoffice werden weniger Büroanzüge getragen.

Pläne: Wohnen am Hanseatenhof in der Bremer City

C&A verlässt den Hanseatenhof. Die Bistro-„Alex“-Filiale hatte dort schon zum Ende vergangenen Jahres geschlossen.

Und am alten Standort? Das Gebäude gehört einer Düsseldorfer Immobiliengesellschaft. Wie zu hören ist, sollen am Hanseatenhof Wohnungen entstehen. Das würde zu den bremischen Plänen passen, durch Wohnraum wieder mehr Leben in die City zu bekommen. „Es ist gut, dass durch privates Engagement weitere Wohnungen in der Innenstadt entstehen“, kommentierte der FDP-Abgeordnete Thore Schäck. Mehr Wohnungen allein aber würden „nicht ausreichen“. Schäck: „Der Senat hat keinen Gesamtplan zur Aufwertung der Innenstadt.“

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