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Bremer City: Der Domshof bekommt jetzt ein „Gartenlokal“

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Von: Thomas Kuzaj

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Aufbau! Die ersten Elemente von „Neptuns Garten“ (samt „Gartenlokal“ sind auf dem Domshof in der Bremer Innenstadt bereits zu erkennen.
Aufbau! Die ersten Elemente von „Neptuns Garten“ (samt „Gartenlokal“ sind auf dem Domshof in der Bremer Innenstadt bereits zu erkennen. © Kuzaj

Bremen – Es geht wieder los mit dem „Open-Space“-Programm auf dem Domshof in der Bremer Innenstadt, das den außerhalb der Markt- und Geschäftszeiten oft öden Platz auch nachmittags und abends beleben soll.

Dieses Mal allerdings nicht mit einem 50 Tonnen schweren und 500.000 Euro teuren Stahlgerüst wie im vergangenen Sommer, sondern mit einer Genusslandschaft, die rund um den Neptunbrunnen des Bildhauers Waldemar Otto (1929 bis 2020) aufgebaut wird. Eröffnung: Mittwoch, 15. Juni, 18 Uhr.

Eine Bühne mit durchsichtigem Gewölbedach, Hochbeete mit Gemüse, ein Gastronomiecontainer mit großen Fensterscheiben – am Dienstag war schon einiges zu sehen vom neuen „Open-Space“-Dorf, das Genussthemen gewidmet sein wird. Bis September soll es hier, so ein Sprecher, ein „facettenreiches Bühnenprogramm“, „regionale Köstlichkeiten“ und „Erlebnisse wie zum Beispiel Koch-Events“ geben. Und obendrein etwas, das im Zusammenhang mit Innenstadt-Aktivitäten immer gern angestrebt, aber nicht immer erreicht wird: „Aufenthaltsqualität“.

„Neptuns Garten“ mitten in der Innenstadt

„Neptuns Garten“ entsteht mit Unterstützung von Wochenmarkt und Ratskeller. Als „zentrale Elemente“ nennen die Organisatoren die „Open-Space“-Bühne, das „Gartenlokal“ und – eben – den „Ratskeller-Pavillon“. Das „Gartenlokal“ öffnet dienstags bis sonnabends – Zitat – „in den Nachmittags- und Abendstunden“ (12 bis 22 Uhr, um genau zu sein). Pflanzkübel rahmen die Szenerie ein. „Für die Begrünung mit Hopfen und Gemüsebeeten, die den Ort einladend gestalten und in doppelter Hinsicht ein gutes Klima erzeugen, sorgt die Gemüsewerft mit ihrer ,urbanen Landwirtschaft‘“, heißt es.

„Eines der Ziele von ,Open Space‘ ist, Elemente für eine langfristige Entwicklung des Domshofs zu finden“, so David Bartusch, Mitorganisator des Projekts. „Nach ,Kunst als Lebensmittel’ im Jahr 2021 stehen bei ,Open Space‘ in diesem Jahr – dem 100. des Wochenmarkts auf dem Domshof – die Lebensmittel im eigentlichen Sinn im Vordergrund.“

Kult-Koch und Bremer „Feierabendmarkt“

Hinzu kommen „Streetfood“ aus der „Küche 13“ von Kult-Koch Jan-Philipp Iwersen und (alle 14 Tage) ein „Feierabendmarkt“ – jeweils freitags in der Zeit von 16 bis 20 Uhr; im Verkauf: Bio-Produkte und Produkte aus der Region. Premiere: 24. Juni, 16 Uhr. Bei Live-Koch-Aktionen sollen an verschiedenen Mittwochabenden ab 18 Uhr Produkte vom Wochenmarkt in die Töpfe und Pfannen kommen. Und vielleicht wachsen im „Gartenlokal“ am Neptunbrunnen ja auch mal Ideen zur – seit Jahren immer mal wieder geforderten – Verschönerung des Wochenmarkts.

Der „Feierabendmarkt“ entsteht in Kooperation mit dem Projekt „Biostadt Bremen“, das im Umweltressort von Senatorin Maike Schaefer (Grüne) angesiedelt ist. Auftraggeberin für „Open Space“ wiederum ist das Ressort von Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Die bremische Gesellschaft M3B ist ebenfalls beteiligt, weil Wochenmarkt und Ratskeller zu ihr gehören. Beim Bühnenprogramm führt die Hochschule für Künste Regie.

Das Bremer Wochenende beginnt donnerstags

Musiker aus Bremen und Umgebung spielen hier, außerdem treten Studenten, Lehrkräfte und Alumni der Hochschule auf. Wird die Bühne gerade nicht bespielt, kann sie als Teil des „Gartenlokals“ genutzt werden. Und: „An jedem zweiten Donnerstag gibt es Clubabende, die das Wochenende einläuten und bei denen auch getanzt werden kann.“ Das Wochenende beginnt in Bremen damit fortan am Donnerstag. Freitags und sonnabends sind mittags um 12.30 Uhr Marktkonzerte geplant, wie es sie schon im vorigen Jahr auf dem Stahl-Koloss gegeben hat.

Zur eingangs erwähnten Eröffnung tritt am Mittwoch Wirtschaftssenatorin Vogt auf. Zudem sind kulinarische Kostproben angekündigt; und es gibt Musik. Unter anderem spielen das „Magnus Bodzin Quartett“ und das „Quintett Wohlgemuth“.

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