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Bremer CDU lehnt Fest zum Finale des Verkehrsversuchs Martinistraße ab

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Von: Thomas Kuzaj

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Bitte nehmen Sie Platz. . . der umstrittene Verkehrsversuch in der Martinistraße endet Mitte April.
Bitte nehmen Sie Platz. . . der umstrittene Verkehrsversuch in der Martinistraße endet Mitte April. © Kuzaj

Bremen – „Winter adé.“ Unter diesem Motto sollte eigentlich gefeiert werden in der Martinistraße. Im Rahmen des umstrittenen Verkehrsversuchs, der noch bis zum 18. April dauert und anschließend ausgewertet werden soll. Doch die „Winter-adé“-Party fällt aus. Und die oppositionelle CDU schimpft trotzdem.

Donnerstag, 24. Februar, 13 Uhr, bis Sonntag, 27. Februar, 19 Uhr – dieser Zeitraum war ursprünglich vorgesehen für das Fest. Ein Countdown zum Rosenmontag (28. Februar), wenn man so will. Abgeblasen wurde der Martini-Karneval „aufgrund der hohen pandemischen Inzidenzen“, heißt es nun bei der mit dem versuchsbegleitenden „Transformartini“-Programm betrauten Agentur „Sternkultur“. Was aber nicht bedeutet, dass überhaupt nicht mehr gefeiert werden soll. Man „hoffe“ jetzt, dass „das letzte geplante Highlight von ,Transformartini‘ in der Osterwoche vom 10. bis 17. April als Abschlussveranstaltung stattfinden“ könne.

Die CDU aber hofft da nicht mit, das ist mal sicher. „Keine weiteren Steuergelder für ,Transformartini‘-Partys“, so der klare Kurs der Union. Sie will sich kein Ei ins Nest legen lassen, schon gar nicht vor Ostern. „Die bremischen Steuerzahler sollen zum Abschluss der gescheiterten Verkehrsversuche in der Martinistraße noch eine große Abschiedsparty spendieren“, kritisiert die CDU.

Karneval zu Ostern?

Hartmut Bodeit, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, richtet seine Kritik ausdrücklich an Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), obwohl die bislang gar nicht als Partynudel aufgefallen ist: „Wir missbilligen die fixe Idee ausdrücklich – bis in die Osterfeiertage hinein für eine Woche sündhaft teures Tschingderassabum mit Straßensperrung. Als wir das lasen, dachten wir ernsthaft, Frau Schaefer fehle der Karneval.“

Und während die letzte Phase des Verkehrsversuchs – Karneval hin, Karneval her – noch läuft, zieht die CDU schon einmal Bilanz. Bodeit: „In den politischen Entscheidungsgremien gab es nie wirklich Zweifel, dass wir die Martinistraße auf zwei Fahrspuren zurückbauen müssen. Niemand brauchte das monatelange Verkehrschaos.“ Michael Jonitz, CDU-Deputierter für Stadtentwicklung: „Verkehrstechnisch sind alle wichtigen Fragen beantwortet. Für die Innenstadtentwicklung hat ,Transformartini‘ nichts gebracht, weder Impulse noch Aufenthaltsqualität.“

Eine Spur je Richtung für Autos, geschützte Radwege, breite Fußwege – so sieht es gegenwärtig aus in der Martinistraße. Lange schon gilt als sicher, dass es keine vier Autospuren mehr geben wird wie einst in der 800 Meter langen Straße, die als trennende Schneise zwischen Innenstadt-Kern und Schlachte gilt. Einbahnstraße oder „Beidrichtungsverkehr“, darauf läuft es in Zukunft hinaus. Im Zusammenhang mit der letzten Versuchsphase (eben: Autos im „Beidrichtungsverkehr“) hatte Senatorin Schaefer im Herbst vorigen Jahres von einer „sehr klaren Verkehrsführung“ gesprochen.

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