Wallmühle ziert die Zwei-Euro-Lose

Bürgerpark-Tombola startet am 7. Februar: „Es ist alles angeliefert“

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Setzen auf gutes Wetter und viele Loskäufer: Parkdirektor Tim Großmann (v.l.), Berend Erling und Dietmar Hoppe.

Bremen - Von Jörg Esser. Noch zwei Wochen. Dann werden die ersten Lose der 64. Bürgerpark-Tombola unter die Leute gebracht. Am Mittwoch, 7. Februar, eröffnen Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) und Joachim Linnemann, Präsident des Bürgerparkvereins, auf dem Hanseatenhof die Straßenverkaufslotterie. In diesem Jahr ziert die Wallmühle die „bunten Glücksbriefchen“. Ein Los kostet zwei Euro.

Der Aufbau läuft. Die ersten Losverkaufs-Häuschen stehen auf dem Liebfrauenkirchhof. „Für die Innenstadt ist alles angeliefert“, sagt Tombola-Chef Dietmar Hoppe. So weit, so gut. Lose werden ab 7. Februar bis Muttertag, 13.  Mai, 96 Tage lang wieder an den traditionellen Standorten verkauft – neben dem Liebfrauenkirchhof sind das der Ansgarikirchhof inklusive Hanseatenhof, die Sögestraße und der Bahnhofsvorplatz. Wenig später wird auch ein Tombola-Häuschen ans „Bremer Loch“ beim Haus der Bürgerschaft gesetzt.

Und zeitversetzt wird der Losverkauf dann in den Einkaufszentren Weserpark, „Waterfront“, Roland-Center, Walle-Center und Berliner Freiheit eröffnet. Das „Tombomobil“ kurvt durch Bremen bis ins Umland und steuert unter anderem Ikea in Brinkum, das Hansa-Carré in Hastedt, Lestra in Horn sowie die Vegesacker Fußgängerzone und weitere Standorte an. Seit 2008 ist die rollende Losbude unterwegs. In diesem Jahr soll die Umsatzmarke von einer halben Million Euro geknackt werden, sagt Hoppe.

„Wichtiges Instrument zur Finanzierung des Bürgerparks“

„Die Tombola ist ein wichtiges Instrument zur Finanzierung des Bürgerparks“, sagt Berend Erling, Vizepräsident des Bürgerparksvereins. „Sie ist ein wichtiger Stützpfeiler für ein einmaliges bürgerschaftliches Projekt.“ Der Bürgerpark finanziert sich ausschließlich über Spenden, Erbschaften und eben über die Tombola. 2017 flossen aus dem Reinertrag der Lotterie gut 300.000 Euro in den Bürgerpark, der einen Jahresetat von rund zwei Millionen Euro hat. Weitere 100.000  Euro teilten sich drei weitere Bremer Parks.

Auch in diesem Jahr fließen sechs Achtel des Tombola-Erlöses in den Bürgerpark, jeweils ein Achtel erhalten der Achterdiekpark und Knoops Park. „Die Tombola hat eine große Wirkung für Grünanlagen in ganz Bremen“, sagt Bürgerpark-Direktor Tim Großmann. Und der Bürgerpark selbst kann das Geld gut gebrauchen. „Wir sind windmäßig gebeutelt worden“, sagt der Parkdirektor. Die schweren Stürme haben mehr als 100 Bäume abgeknickt. Den Sachschaden beziffert Großmann auf um die 100 000 Euro. Die Nachpflanzungen seien eine besondere finanzielle Belastung und eine große Herausforderung: „Ab März werden die Lücken geschlossen.“

Umsatz von 1,1146 Millionen Euro im vergangenen Jahr

Großmann setzt jetzt auf gutes Wetter. Und auf Hoppe und sein Tombola-Team. Das steuert seit Jahren von Rekordmarke zu Rekordmarke. 2017 wurden 557.300 Lose verkauft, was einem Umsatz von 1,1146 Millionen Euro entspricht. Ein Jahr zuvor waren es 536.000 Lose und ein Umsatz von 1,072 Millionen Euro. Und 2018? Da sollen die Vorjahreszahlen zumindest wieder erreicht werden.

Für die Loskäufer springen womöglich Autos, Kreuzfahrten und Bargeld als Hauptgewinne heraus. Boxspringbetten, E-Bikes und Fitnessgeräte sind in der Ausspielung. Und Eintrittskarten für Museen sowie Bundesliga-Spiele im Fußball, Basketball, Eishockey und Frauen-Handball. Klingt gut. „Jedes dritte Los gewinnt“, heißt es.

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