Bällebad trifft Industriecharme

Bremer Eventagentur „Joke“ eröffnet Veranstaltungshalle „Alte Werft“

2G – und somit keine Maskenpflicht. Lediglich das Personal trägt entsprechenden Schutz. Auf der Überseeinsel steht jetzt die vollmöblierte Eventlocation „Alte Werft“ für Veranstaltungen bereit.
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2G – und somit keine Maskenpflicht. Lediglich das Personal trägt entsprechenden Schutz. Auf der Überseeinsel steht jetzt die vollmöblierte Eventlocation „Alte Werft“ für Veranstaltungen bereit.

Bremen – Vor etwa zwei Monaten, da war die einstige Halle der Atlas-Werke in der Überseestadt vollkommen leer. Nichts ließ auch nur im Ansatz erahnen, dass hier nun Bremens größte vollmöblierte Eventlocation ihren Platz bekommen würde.

Doch genau das ist die „Alte Werft“ nach Angaben der Verantwortlichen von der „Joke“-Event AG geworden. Jetzt haben sie die Veranstaltungshalle offiziell eröffnet – und was die Premierenbesucher zu sehen bekamen, zeugte von Tatendrang und jeder Menge Sinn fürs Detail.

Der Bass wummert, hin und wieder zischen Lichtblitze durch die kleinen Fenster der Eingangstüren. Von außen Party, doch von innen so viel mehr. Auf insgesamt 3. 500 Quadratmetern erstrecken sich Dock 1 (2 .500 Quadratmeter) und 2 (375 Quadratmeter), hinzu kommen der Toilettenbereich und der mit Kickertischen und Strandkörben „unterhaltsam“ gestaltete Weg dorthin, erklärt „Joke“-Sprecherin Lara Medak. Während sich im Dock 1 eine Bar und ein auf Schiffscontainern platziertes DJ-Pult samt Bühne und Bällebad befinden, umschließen unzählige Sitzmöglichkeiten die Hauptbühne. Sessel, Couches, Hocker und Stühle im Retro-Stil, dazu Tische aus massivem Holz; schaukelähnliche Sitzgelegenheiten und ganz viel Grün runden das Bild ab.

Vintage-Look und maritime Elemente auf der Bremer Überseeinsel

Etwa 25 Tonnen Material hatte eine Bremer Firma, spezialisiert auf Modul-Gerüst-Systeme im Vintage-Design, zuvor verbaut. Darunter eine Bar und viele Trennwände, die nicht wie solche wirken, sondern eher wie verschiedene Wohnzimmer in einem Raum. Industriecharme nicht nur an Decke und Wand, auch das Mobiliar fügt sich in die bis ins Jahr 1864 zurückgehende Historie der ehemaligen Atlas-Werke ein, deren Gebäude zuletzt Logistikhalle von „Kellogg“ war.

Hängepflanzen, große Sträucher und Gräser an den Seiten, in der Mitte und eigentlich überall, wo man hinschaut; im Zentrum der „Alten Werft“ dann Kulinarik und Unterhaltung für maximal 250 Personen, je nach geltenden Pandemiebeschränkungen. Auch hier haben sich die Macher von „Joke“ auf die Geschichte des Baus besonnen, verwendeten wie beim DJ-Pult Schiffscontainer, indirekt beleuchtete Wassertanks und Schornsteine alter Kreuzer.

Wohnzimmer an Wohnzimmer – durch rustikale Raumtrenner und viele Details entsteht eine gemütliche Atmosphäre.

Rund zwei Monate dauerte der Aufbau der Eventlocation auf der Überseeinsel, so Sprecherin Lara Medak. Etwa 500.000 Euro investierte „Joke“ aus eigener Tasche in das Vorhaben. Zuvor hatte das Unternehmen die Halle bereits als Veranstaltungsort genutzt, musste dazu aber stets das gesamte Equipment rein- und wieder rausräumen. Arbeit, die für die kommenden sechs Monate nicht zu erwarten ist. Bis dahin, so Medak, laufe der Nutzungsvertrag, was danach passiere, sei noch offen.

Doch Medak ist optimistisch: „Die bisherigen Buchungen laufen sehr gut. Wir hoffen sehr, dass wir auch darüber hinaus das Gebäude nutzen können.“ Das mag auch an dem frei gestaltbaren Dock 2 liegen, das als Ort für Hochzeitsfeiern, aber auch für Tagungen oder Live-Konferenzen geeignet sei.

Bei aller Freude über das Ergebnis dürfe die eigentliche Grundidee hinter der „Alten Werft“ nicht in den Hintergrund rücken, betonten die Auszubildenden Jette und Luis, die als Moderatoren durch den Abend begleiteten. Beide sowie Kollegen seien „Kinder der Pandemie-Ausbildung“. Events, die vom Kontakt mit Menschen, häufig vielen Menschen lebten, von Emotionen und dem persönlichen Umgang, fielen lange aus. Mit der „Alten Werft“ wollten die Verantwortlichen nicht nur demonstrieren, dass die Branche coronakonforme Events schaffen könne – sondern dass „Azubis auch Professionalität können“, wie es Kai Stührenberg, Staatsrat für Arbeit und Europa, sagte. Er vertrat die erkrankte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke), die kurz zuvor absagen musste.

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