In Einzelfällen möglich

Bremer Ärzte dürfen künftig per Smartphone beraten

Bremen - Ärzte in Bremen dürfen Patienten in Zukunft auch ausschließlich über Kommunikationsmedien wie Tablet oder Smartphone beraten und behandeln. Allerdings solle das nur in Einzelfällen passieren, wenn es ärztlich vertretbar sei und die ärztliche Sorgfalt gewahrt werde, teilte die Bremer Ärztekammer am Donnerstag mit.

Die Delegiertenversammlung habe eine entsprechende Änderung der Berufsordnung in die Wege geleitet. Sie trete nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Die Versammlung habe sich im Interesse einer bundeseinheitlichen Regelung der Berufsordnung einstimmig für den neuen Passus ausgesprochen, hieß es. Der Deutsche Ärztetag hatte im Mai das geltende Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung gelockert

Die Bremer Delegierten äußerten jedoch auch ihre Skepsis. Sie betonten, der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt bleibe unerlässlich. Digitale Techniken sollten die ärztliche Tätigkeit nur unterstützen. Auch seien noch einige rechtliche Rahmenbedingungen zu klären wie die Frage, wer die Qualifikation der beratenden Ärztinnen und Ärzte nachprüfe. 

Unklar sei auch noch, inwieweit Ärzte per Fernbehandlung Arznei- und Hilfsmittel verordnen und welche Patienten sie krankschreiben dürften. Eine Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer prüfe diese und weitere rechtliche Fragen.

epd

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