Bremensien-Boom vor dem Weihnachtsfest / Anekdoten und Anthologien

Goldene Engel und Schlüssel

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Neue Bremensien – rechtzeitig zum Fest.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Weihnachts- und Geschenkesaison naht. Und mit ihr die hohe Zeit eines durch und durch klassischen Präsents – des guten Buchs! Alle Jahre wieder (und dem Online-Boom zum Trotz) kommen um diese Zeit auch nach wie vor etliche Bremensien auf den Markt. Als würde es die virtuelle Welt nicht geben...

Was liegt da so auf dem Gabentisch der Verlage? Hier ein paar Beispiele:

Goldene Englein halten den (ebenfalls goldenen) Bremer Schlüssel – ein ebenso prächtiges wie praktisches Weihnachtsbüchlein mit Bremen-Bezug hat der Schünemann-Verlag (Redaktion: Caroline Simonis, Gestaltung: Karin Hannemann) zusammengestellt.

Das „Bremer Weihnachtsbuch“ (144 Seiten, Preis: 14,90 Euro) vereint weihnachtliche Texte, Erinnerungen und Briefe von Autoren wie Marga Berck (eigentlich Magdalene Pauli, 1875 bis 1970, „Sommer in Lesmona“), Friedrich Engels (1820 bis 1895, lebte ein paar Jahre in Bremen) und Bremens Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD, 1887 bis 1979).

Bremische Schriftsteller wie Georg Droste (1866 bis 1935) und Ada Halenza (1900 bis 1990, eigentlich: Magda Koch-Riehl) fehlen natürlich auch nicht in dieser wirklich liebevoll (und kenntnisreich) zusammengetragenen Sammlung. Ein Weihnachtsbuch zum Schmökern. Und zum Vorlesen.

Ebenfalls bei Schünemann erschien jüngst – wie berichtet – der prachtvoll ausgestattete Sammelband „Norddeutsche Sagen und Märchen“ (188 Seiten, Preis: 24,90 Euro). Das Thema scheint hoch im Kurs zu stehen, denn jetzt grüßen Esel, Hund, Katze und Hahn für die Edition Falkenberg vom Cover des Bands „Die schönsten Sagen und Märchen aus Bremen“ (88 Seiten, Preis: 14,90 Euro) – herausgegeben von Linda Sundmaeker und Oliver Falkenberg, farbig illustriert in der unverkennbaren Art des Zeichners Peter Fischer. „Die Bremer Gluckhenne“ taucht hier ebenso auf wie „Die Gräfin Emma und der Krüppel“ und „Die sieben Faulen“.

Unter drei Bürgermeistern – Hans Koschnick, Klaus Wedemeier, Henning Scherf (alle SPD) – war Peter Reischauer im Rathaus für das Protokoll zuständig, bevor er 2003 in den Ruhestand ging. Was macht so ein Mann im Ruhestand? Schreiben. Es gibt ja schließlich so manches zu erzählen. 2011 erschien Reischauers Buch „Wer bringt den Bürgermeister ins Bett?“ in der Edition Temmen. Damit war das Protokoll abgearbeitet, und Reischauer konnte sich dem Thema Bremen an sich widmen. Und so legt er jetzt bei Schünemann den Band „Bremen für die Hosentasche – Augenzwinkernde Anekdoten für alle Fälle“ (160 Seiten, Preis: 14,90 Euro) vor.

Wer Freunden, Verwandten, Geschäftspartnern oder einfach Zugereisten Bremen erklären möchte, findet hier das Rüstzeug dafür – dargeboten in angemessen humorvoller Form. Warum heißt Bremen „Bremen“? Was essen die Menschen hier und warum? Warum hatte die Uni früher einen so schlechten Ruf? Reischauer gibt erhellende und erheiternde Antworten auf Fragen wie diese. Besonderen Charme haben dabei die vielen Fußnoten. Keine Frage – der Mann kennt Bremen ganz genau. Und liebt es trotzdem sehr.

24 Türchen hat der Adventskalender. „24 Weihnachtskrimis zwischen Watt und Weser“, so der Untertitel, finden sich im Band „Mordlichterglanz“ (Leinpfad-Verlag, 302 Seiten, Preis: elf Euro), den Heidrun Immendorf herausgegeben hat. Neun der Tatorte liegen in Bremen, zwei in Bremerhaven. Die in dieser Anthologie vertretenen Bremer Autorinnen Sonja Höstermann, Corinna Gerhards, Laura Müller-Hennig sowie einige ihrer Kollegen und Herausgeberin Immendorf präsentieren „Mordlichterglanz“ am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Villa Sponte am Osterdeich 59B.

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