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Bremens Roboter-Fußballer holen sich Weltmeistertitel in Australien zurück

Roboter kurz vor einem Mittelfeldschuss beim Gruppenspiel gegen das „SPQR Team“ auf dem „Robo-Cup 2019“ in Sydney. Foto: TIM LAUE/UNIVERSITÄT BREMEN
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Roboter kurz vor einem Mittelfeldschuss beim Gruppenspiel gegen das „SPQR Team“ auf dem „Robo-Cup 2019“ in Sydney. 

Doppelerfolg in Down Under: Mit einem 2:1-Sieg hat „B-Human“ – das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) – den Weltmeistertitel im australischen Sydney zurückerobert. Die Mannschaft bewies damit einmal mehr, dass sie das derzeit erfolgreichste Team in der „RoboCup Standard Platform League“ ist. Als Team „B & B“ konnten die Bremer gemeinsam mit „Berlin United“ von der Humboldt-Universität zu Berlin auch den Mixed-Team-Wettbewerb für sich entscheiden.

Bremen - Nach einer „überragenden Vorrunde mit hohen Siegen, keinen Gegentoren sowie ebenso souveränen Viertel- und Halbfinalspielen“, so Dr. Tim Laue vom Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Bremen, setzte sich „B-Human“ im Finale der „Robo-Cup“-Weltmeisterschaft gegen das „Nao-Team HTWK“ aus Leipzig durch. Bereits zum vierten Mal standen sich die zwei Teams im Finale gegenüber. 2018 gelang es dem Team „HTWK“ erstmals, „B-Human“ zu schlagen – „ein spannendes Finale war somit programmiert“, hieß es.

So ging das Leipziger Team in der ersten Halbzeit zunächst mit einem kurzen Schuss quer durch die Bremer Verteidigung in Führung. Nach mehreren verpassten Chancen gelang es „B-Human“ jdoch fünf Minuten vor dem Schlusspfiff, den ersehnten Ausgleichstreffer zu erzielen. Als nur noch wenige Sekunden auf der Uhr standen, folgte einer von „B-Humans“ gefürchteten Fernschüssen, der schließlich das Siegtor zum 2:1 brachte, so Laue weiter. Wie Tim Laue berichtete, gehörte zu den besonderen Herausforderungen in Sydney das Spielen neben großen Fenstern mit sich änderndem Lichteinfall. Diesem Problem begegneten die 15 Studenten und Wissenschaftler mit verschiedenen Methoden des sogenannten „Deep Learning“ – einer Optimierungsmethode künstlicher neuronaler Netze.

Neben den eigentlichen Wettbewerbsspielen trat „B-Human“ unter anderen auch im Mixed-Team-Wettbewerb an. Hierbei schließen sich jeweils zwei Mannschaften zusammen, um sich mit anderen gemischten Mannschaften in einem kleinen Turnier zu messen. Gemeinsam mit „Berlin United“ sei man „mühelos“ ins Finale gekommen, so Laue.

Der Gegner dort: abermals das Team aus Leipzig, das sich mit Frankfurter Studenten der dortigen Goethe-Universität zum „Team Team“ zusammengetant hatte. Nach einem 0:0 und anschließender Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen – mit dem glücklichen Ende für die Bremer und Berliner.

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