Innendeputation beschließt Pilotprojekt

Bremens Polizei testet Body-Cams

Bremer Polizisten tragen demnächst eine Body-Cam – zunächst für ein Jahr. - Foto: dpa

Bremen - Bremen will in einem Pilotprojekt den Einsatz von sogenannten Body-Cams testen – zunächst für ein Jahr. Zum Einsatz kommen soll die tragbare Videoüberwachung vorerst nur im Bereich der Discomeile und der Sielwallkreuzung. Einen entsprechenden Beschluss hat die staatliche Innendeputation gestern Nachmittag gefasst.

Die Body-Cams sollen die Beamten zum einen vor gewalttätigen Übergriffen und Beleidigungen schützen, zum anderen aber auch zur Aufklärung von umstrittenen Einsätzen beitragen.

„Zugleich diene die Aufzeichnung aber auch dem Schutz von Bürgern vor Fehlverhalten durch die Polizei“, sagte gestern der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Wilko Zicht. Der Einsatz von Body-Cams habe einen „disziplinierenden Einfluss auf alle Beteiligten“.

Anders als zunächst geplant sollen die Aufnahmen samt Tonaufzeichnungen für zwei Monate gespeichert werden. Das Konzept der Bremer Polizei sieht vor, dass die eingesetzten Teams aus mindestens zwei Beamten bestehen, die den Einsatz durchführen, und einem Beamten mit einer Body-Cam. Dieser soll eine Weste mit der Aufschrift „Video-Dokumentation“ tragen.

Die drei Kamerasysteme, die erstmal zum Einsatz kommen sollen, kosten demnach insgesamt rund 6 000 Euro. Nach einem Jahr soll der Testlauf ausgewertet werden.

vr

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