Bremens DNA

Bremer Stadt- und Standortmarketing jetzt aus einer Hand

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Was steht für Bremens Seele? Was macht Bremens DNA aus? Vier Antwortmöglichkeiten: die von Touristen umschwärmten Stadtmusikanten...

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Bremen ordnet sein Stadt- und Standortmarketing neu. Im Frühjahr soll die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) mit der Wirtschaftsförderung (WFB) verschmolzen werden. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) kündigte die Fusion am Montag an. In Zukunft soll aus einer Hand um Touristen, Unternehmen und Fachkräfte geworben werden.

Von der BTZ bleibt nur der Name. BTZ-Chef Peter Siemering, bereits seit August vorigen Jahres auch WFB-Geschäftsführer, verantwortet das das neue Stadt- und Standortmarketing und leitet es gemeinsam mit Michael Göbel (ebenfalls WFB) und WFB-Chef Andreas Heyer.

Bremen verspricht sich von der Fusion ein wirkungsvolleres Marketing. Es gehe um „Bedeutung und Bekanntheit“, so Siemering. Um das Ziel zu erreichen, wollen die Strategen klare Akzente setzen. Eine „Fokussierung auf Themen“ soll es sein, „kein bunter Blumenstrauß“, sagte Siemering. Man werde sich nun auf die Suche nach der „Bremen-DNA“ machen.

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Was schon gut klappt, ist der Gebrauch von PR-Phrasen. Da wird Bremen, die gute alte Hansestadt mit der modernen Industrie, schnell mal zu einem „Produkt“ erklärt. Senator Günthner sprach vom „attraktiven Produkt, das wir haben“. Siemering drückte es so aus: „Wir wollen es wie ein Unternehmen sehen. Bremen muss noch mehr zur Marke werden. Eine Marke kann wunderbar Emotionen auslösen.“

WFB-Chef Andreas Heyer sagte es so: „Unser Auftrag ist es, Bremen bekannter zu machen und seine wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.“ Nun ist Bremen durchaus bekannt. Das aber ist nicht immer zu seinem Vorteil. Denn nicht in allen Bereichen ist Bremens Ruf exzellent. So haben schon Unternehmen über Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen geklagt, weil Kandidaten sich Sorgen wegen des Bildungssystems machten.

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Nun können die Bremen-Werber daran nichts ändern. Wohl aber am Image - und das ist das Ziel. Siemering: „In Deutschland wetteifern 76 Großstädte um die Gunst steuerzahlender, qualifizierter Arbeitskräfte, liquider Touristen und Investoren.“ Gerade vor diesem Hintergrund brauche Bremen ein markantes Profil. Siemering fügte allerdings auch an: „Wir wissen, dass für eine erfolgreiche Markenbildung das Produkt stimmen muss.“

Das neue Stadt- und Standortmarketing soll ganz ausdrücklich Unternehmen dabei unterstützen, Fachkräfte für die Hansestadt zu gewinnen - mit einer „Standort-Marke“ und auch online unter www.fachkraefte-fuer-bremen.de.

Das im vergangenen Jahr verabschiedete Landestourismuskonzept mit den großen Themenbereichen Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Genuss soll ebenfalls „ein großer Baustein“ der neuen Strategie sein, hieß es weiter. Bei der dauerhaften Imagebildung fordert Siemering einen langen Atem. „Das ist ein jahrzehntelanger Prozess“, sagte er am Montag. „Man braucht Jahrzehnte, um eine Wirkung zu erzielen.“

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Aktuell wiederum sei es gelungen, Bremen in die Städteallianz der zehn „Magic Cities of Germany“ hineinzubekommen. Damit tritt Bremen nun in einer gemeinsamen Werbegemeinschaft unter anderem mit Hamburg, München und Dresden international auf. In den nächsten zwei Jahren will sich die Allianz vornehmlich um den chinesischen Markt kümmern.

WFB-Chef Heyer freut sich unterdessen über die neue Struktur. „Das touristische Marketing, das Standortmarketing und auch die dritte Abteilung des neuen Geschäftsbereiches, bremen.online, haben zahlreiche thematische Berührungspunkte.“ Sie würden sich dadurch „hervorragend gegenseitig verstärken“. Für Bremen.

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