Bremenports und BLG unterzeichnen Betreibervertrag / Laufzeit: 30 Jahre

OTB fest in Bremer Hand

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Bei der Vertragsunterzeichnung in Bremerhaven: BLG-Vorstand Michael Blach (v.l.), die Bremenports-Geschäftsführer Horst Rehberg und Robert Howe, BLG-Vorstandsvorsitzender Frank Dreeke und Ferdinand Möhring (BLG).

Bremerhaven - Es ist das „wichtigste Hafenbauprojekt“, das das Land Bremen in diesem Jahrzehnt verwirklicht – das Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) hat die nächste Etappe genommen. Am Wochenende haben die bremische Hafengesellschaft Bremenports und die BLG Logistics Group in Bremerhaven denBetreibervertrag für den25 Hektar großen Schwerlasthafen am Blexer Bogen unterzeichnet.

„Mit der BLG haben wir einen kompetenten Partner für den langfristigen Betrieb der neuen Verladezone gefunden“, sagte Bremens Hafen-Staatsrat Ekkehart Siering. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Die BLG ist aus einem europaweiten Ausschreibungsverfahren als Sieger hervorgegangen, hieß es. Der Betreibervertrag beinhaltet eine Konzession, die es dem Unternehmen ermöglicht, die Hafenanlage auf eigene Rechnung zu betreiben. Das Logistikunternehmen zahlt dafür ein Nutzungsentgelt an Bremen. „Erklärtes Ziel war es, das neue Terminal von einem erfahrenen Logistikunternehmen betreiben zu lassen“, sagte Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe. „Als langjähriger Player in der Offshore-Windenenergie- und Schwergutlogistik bringt die BLG diese Erfahrung eindeutig mit.“

Bremen investiert 180Millionen Euro in das Großprojekt. Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) erhofft sich von dem Bau des OTB „einen weiteren Schub für Offshore und für den Windenergie-Standort Bremerhaven“. Der Senator bezeichnet das OTB als „ein zentrales Zukunftsprojekt für die Branche und die Energiewende“. Er sagt: „Das OTB wird für Generationen gebaut.“

Kritiker monieren, dass Bremen zu spät dran sei und es für das Terminal keinen ausreichenden Bedarf mehr gebe. Das finanzielle Risiko sei zu groß, heißt es. Naturschützer klagen gegen den Bau des OTB und wollen einen Baustopp erzwingen. Martin Rode, Geschäftsführer des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), hält den „massiven Eingriff in die Natur nicht mehr für zu gerechtfertigen“, nachdem sich der Elektrokonzern Siemens für Cuxhaven als Standort einer neuen Produktionsfabrik für Offshore-Windenergieanlagen entschieden habe. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus.

Die Bauarbeiten haben Ende 2015 mit dem Einbau von Geotextilsäcken am Deichfuß begonnen, nachdem die Obere Wasserbehörde einen entsprechenden Planfeststellungsbeschluss erlassen hatte. Im Januar folgten Rodungen am Rand des Flughafengeländes. Bis Ende April stehen Kampfmittelsondierungen und -räumungen auf dem Plan. Im ökologisch sensiblen Kernbereich des Naturschutzgebietes Luneplate werden mindestens bis Ende April keine Arbeiten vorgenommen.

Bremenports-Chef Howe geht davon aus, „dass wir der BLG den neuen Windkrafthafen Ende 2018/Anfang 2019 übergeben werden“. Nach der Inbetriebnahme des Hafens werden sich an der rund 500 Meter langen Kaje zwei bis drei Errichterschiffe aufjacken können.

je

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