Zauber der Dunkelheit

„Lichtertreiben“ in der Bremer Innenstadt

Eines von fünf prachtvollen Quallen-Kostümen, die beim „Lichtertreiben“ im November in Bremen zu sehen sind – hier präsentiert von Ramona Schmalen (Initiative „Bremer Karneval“).
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Eines von fünf prachtvollen Quallen-Kostümen, die beim „Lichtertreiben“ im November in Bremen zu sehen sind – hier präsentiert von Ramona Schmalen (Initiative „Bremer Karneval“).

Den Zauber der Dunkelheit nutzen die Macher der Initiative „Bremer Karneval“ fürs „Lichtertreiben“ in der Bremer City. 30 Künstlergruppen sind mit von der Partie.

Bremen – Und er kommt doch, der Bremer Karneval in diesem Jahr, wenn auch in anderer Form. „Das große Lichtertreiben“, so heißt es am 5. und 6. November (Freitag/Sonnabend) jeweils von 18.30 bis 22.30 Uhr in der Bremer City. Das Motto: „In Licht und Schatten“. 30 Künstlergruppen, zum großen Teil aus der Region, werden 36 Produktionen zeigen.

Das „Lichtertreiben“, bisher in kleinerem Maße fünfmal veranstaltet, wird in diesem Jahr großgemacht und findet im Viertel in der City statt. „Wir haben Spezialisten rangeholt, Gruppen, die beruflich mit den Themen Licht und Illumination unterwegs sind“, sagte am Dienstag die künstlerische Leiterin Janine Jaeggi von der Initiative „Bremer Karneval“.

Rund um Domshof und Liebfrauenkirchhof wird ein Gebiet von 13 000 Quadratmetern abgesperrt. Bis 4 999 Besucher dürfen gleichzeitig auf dem Bereich. Keine 5 000? Nein, denn dann gelten andere Corona-Regeln. Die Besucher werden gezählt, doch da die Veranstaltung draußen stattfindet, gelten weder 2G noch 3G. Auch eine Maskenpflicht gibt es nicht. Der Eintritt ist frei, es wird für die Künstler gesammelt.

Es gibt für beide Tage ein Programm, das jeweils zweimal an jedem der beiden Abende zu sehen ist. Lichttürme und Soundtürme werden aufgebaut. Es gibt ordentlich Licht und kräftigen Sound. „Die Besucher können gerne verkleidet zum ,Lichtertreiben" kommen“, sagte Jaeggi. „Sie können ein Teil der Veranstaltung werden.“

Es wird ein Abend in Bewegung: Die Besucher sollten durchaus auch in Bereiche gehen, in denen auf den ersten Blick weniger los ist. „Da kommt was“, verspricht die künstlerische Leiterin. Märchenhafte Wesen führen die Zuschauer über das Veranstaltungsgelände. Die Hauptspielorte befinden sich auf dem Domshof, am Dom, im Innenhof der Nord-LB (früher Bremer Landesbank) und auf dem Liebfrauenkirchhof.

Tanzperformance „Schmetterlings-Elfen“ am Bremer Dom

Die Gruppe „Stelzen-Art“ aus Bremen, gegründet von Janine Jaeggi und Martin Sasse, technischer Leiter der Veranstaltung, zeigt vier Produktionen, so die Tanzperformance „Schmetterlings-Elfen“ am Dom. Auf dem Domshof kooperiert die Gruppe mit Luftartistin Miriam van der Neut, dem Zirkus „Salto“ und der Bremer Gruppe „Fooldance“ bei der „Enchanted Underwaterworld“ („Verwunschene Unterwasserwelt“). Da wird der Blick frei in einen Unterwasserstaat mit fünf prächtigen Quallen, tanzenden Fischen und mehr. 22 Künstler machen mit. Hier arbeitet „Stelzen-Art“ ebenfalls mit Luftartistin Neut zusammen. An der Liebfrauenkirche ist die Inszenierung „Time Traveller“ zu sehen, es geht um Zeitreisende. Auf dem Gelände bewegen wird sich dagegen die poetische Darbietung „Night of light“. Mondfrauen in leuchtenden Gewändern schweben über den Besuchern, heißt es.

Erstmals bespielt wird der Innenhof der Nord-LB. Hier soll es einen ausgeleuchteten Bereich mit Bilderrahmen geben. Hier gibt es Maskenspiel, das Blasorchester „Lauter Blech“ macht Musik. Die Maskentheatergruppe „Schalotten“ zeigt „Bildergeschichten“ mit musikalischer Untermalung, angelehnt an Kurzgeschichten der Schriftstellerin Elke Heidenreich.

Am Bremer Dom zeigt der Kulturladen Huchting „Erdgeborene“, Wesen einer Sippe, die angeblich aus dem Urschlamm der Ochtum stammen und sich keiner Spezies oder Kultur zuordnen lassen.

Das Motto „Licht und Schatten“ beim „Lichtertreiben“ setzt sich auch mit der Corona-Pandemie auseinander, so Jaeggi. „Der Schatten ist noch nicht vorbei. Aber es gibt Licht.“ Sie erinnert etwa an Künstler, die in der Pandemie keine Einnahmen hatten. Es gehe auch um Solidarität. Der für Februar 2022 geplante „Bremer Karneval“ soll deswegen dasselbe Motto haben.

In Bremen: „Lichter der City“ - beleuchtete Fassaden

Parallel zum „Lichtertreiben“ gibt es die „Lichter der City“ der City-Initiative. Die Bremer Einzelhändler haben Experten engagiert, die unter anderem an Schütting, Dom und Liebfrauenkirche für aufwendige Gebäudeilluminationen sorgen. „Lichter der City“ sind vom 4. bis 11. November jeweils etwa von 17 bis 23 Uhr zu erleben.

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