Die letzten Sixdays für den Publikumsliebling

Marcel Barth: „Bremen ist der Winter-Ballermann“

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So kennt man ihn: Marcel Barth ist auf der Bahn eigentlich immer gut gelaunt.

Bremen - Insgesamt 25 Mal ging er bei Sechstagerennen an den Start – achtmal alleine in Bremen. Nun hat Publikumsliebling Marcel Barth angekündigt, seine Profi-Karriere bei den 53. Sixdays zu beenden.

Obwohl ihm nie der Sprung aufs Treppchen gelang, hat sich Barth zu einem unverzichtbaren Mitglied im Fahrerfeld entwickelt. Ob verkleidet als Stormtrooper oder mit goldener Krone und Umhang – der 30-Jährige sorgt auf und abseits des Ovals für Stimmung.

Sie beenden in Bremen Ihre professionelle Karriere. Wieso in Bremen?

Marcel Barth: Meine Profi-Karriere beende ich zwar in Bremen, dem Amateurradsport werde ich aber noch ein paar weitere Jahre als „Steher“ erhalten bleiben. Es ist also noch kein hundertprozentiges Karriereende. Bremen habe ich mir extra ausgesucht, weil ich dort meine schönsten Momente erleben konnte.

Was unterscheidet das Bremer Rennen von anderen?

Barth: Die Sixdays Bremen sind für mich der Winter-Ballermann. Das Rennen gehört zu den modernsten noch verbliebenen Sixdays und das Konzept mit der Kombination aus Sport und Show könnte besser nicht sein. Ich finde es auch gar nicht schlimm, dass es Besucher gibt, die nicht mal wissen, wo sich die Radsporthalle befindet. Denn am Ende sind auch diese Leute mit ihren Ausgaben der Grund, warum das Bremer Sechstagerennen jedes Jahr erneut stattfindet.

Was war für Sie das Highlight der Karriere?

Barth: Das habe ich schon mit 18 Jahren mit dem WM-Titel der Junioren im Punktefahren erreicht. Aber auch an die Reisen nach Australien mit Franco Marvulli oder Andreas Müller werde ich mich noch mein ganzes Leben mit großer Freude erinnern – das waren unglaublich spannende Abenteuer.

Wie geht es jetzt weiter?

Barth: Ich bin seit diesem Jahr in einem DJ-Team aus Berlin. Es heißt: Das Mütze Katze DJ Team. Wir sind mittlerweile deutschlandweit unterwegs und haben ein ganz spezielles Show-Konzept entwickelt. Wer weiß, vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen Sixdays-Besucher dieses Jahr auf dem Bremer Freimarkt wieder. Dann aber in anderer Funktion.

Werden Sie dem Bremer Rennen zukünftig als Zuschauer erhalten bleiben?

Barth: Natürlich werde ich das.

töb

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