Polizeikommissaranwärter vereidigt

„Bremen ein wenig sicherer machen“

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Fototermin vor der Vereidigung: Kommissaranwärter auf den Domtreppen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Polizeipräsenz in der Bremer Innenstadt ist am Montagvormittag kurzzeitig massiv erhöht worden – insbesondere auf den Domtreppen. Dort nämlich hatten 154 Polizeikommissaranwärter und sechs Seiteneinsteiger der Wasserschutzpolizei Position bezogen, um sich fotografieren zu lassen, bevor sie in der Glocke an der Domsheide vereidigt wurden.

154 plus sechs – das ist der „größte Jahrgang seit Einführung des Bachelorstudiengangs“, sagt Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Die jüngste Anwärterin ist 18 Jahre alt, der älteste ist 50 – ein Kapitän, der als Seiteneinsteiger zur Wasserschutzpolizei geht.

50 Frauen, 110 Männer. 125 Beamte der Bremer Polizei, 35 Beamte der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, wie es in voller Schönheit heißt. Der Jahrgang ist so groß, dass die Vereidigung erstmals von der Oberen Rathaushalle in die Glocke verlegt werden musste. Im Rathaus wäre nicht genug Platz gewesen für all die Angehörigen, hieß es. Nur der anschließende Stehempfang blieb da, wo er immer war – im Rathaus eben.

In der Glocke betonte Senator Mäurer zuvor Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt eines Polizistenjahrgangs. Gerade dieser Zusammenhalt trage einen auch durch schwierige Situationen, wie sie jeder Polizist erlebe. Polizeipräsident Lutz Müller vereidigte die Anwärter und Seiteneinsteiger. Vereidigt wurden die jungen Polizisten auf das Grundgesetz und die Landesverfassung. Das Polizeiorchester Niedersachsen machte Musik. Polizeipräsident Müller stellte die Frage, ob es genug Polizisten im Bundesland Bremen gibt – und erinnerte an die Berufsbeschreibung einer jungen Kollegin, deren Wunsch es ist, Bremen ein wenig sicherer zu machen.

Mehr als 2.000 Bewerber

Anfang Oktober hatten die Anwärter ihr Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung aufgenommen. Allen war zuvor die gleiche Frage gestellt worden, berichtete Gerdts-Schiffler: Es gibt 18.000 Studiengänge in Deutschland – aus welchen Gründen haben Sie sich für diesen entschieden? Die Antworten seien durchaus vielfältig gewesen. Manche Anwärter freuen sich auf abwechslungsreiche Arbeit, andere sind gerne im Team unterwegs; wieder andere nannten Ideale wie Gerechtigkeit. Manche sehen es auch ganz pragmatisch – und erklärten, bei der Polizei habe man eben einen krisensicheren Beruf.

Die Hälfte der Bewerber kam aus Niedersachsen, ein Viertel aus Bremen. Mehr als 2.000 Bewerber hat es insgesamt gegeben. Die nun vereidigten Anwärter werden ihr Studium 2020 beenden.

In der Glocke wurde den Anwärtern am Montag noch etwas Neues präsentiert – die Organisatoren von der Innenbehörde hatten sich eine kleine Show ausgedacht, um einmal die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten auf die Bühne zu bringen, die die Polizei ihren neuen Kollegen in Zukunft so bietet. So standen sie in voller Montur auf der Bühne: Spezialeinsatzkommando (SEK) und Tatortgruppe (Spurensicherung), Beamter mit Rauschgiftspürhund und Wasserschutzpolizist.

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