DLRG im Dauereinsatz

Missglückter Salto auf Metallzaun - Mann schwer verletzt

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Alle Hände voll zu tun hatte die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) zwischen Himmelfahrt und dem späten Sonntagabend. Unter anderem landete ein Mann bei einem Salto in einem Metallzaun. Er verletzte sich schwer am Kopf, wie DLRG-Sprecher Philipp Postulka am Montag nach den Tagen im Dauereinsatz sagte.

Den Angaben zufolge stellte sich der 36 Jahre alte Mann am Bultensee in Osterholz auf den Zaun des Nichtschwimmerbereichs, um von da einen Salto ins Wasser zu machen. Das ging völlig daneben, denn der Bremer landete auf dem Metallzaun. Er zog sich erhebliche Kopfverletzungen zu. Die Besatzung eines Rettungsbootes übernahm die Erstversorgung. Ein Rettungswagen brachte den 36-Jährigen in eine Klinik.

Kurz zurvor hatten die DLRGler am Bultensee eine Siebenjährige behandelt, die mit einer tiefen Schnittwunde am Knie zur Rettungsstation gekommen war.

Den Angaben zufolge waren an den heißen Tagen alle Rettungswachen im Land Bremen mit Ehrenamtlichen besetzt. Gleich mehrfach helfend eingreifen mussten die DLRG-Retter am Mahndorfer See: Dort hatte ein 25-Jähriger beim Schwimmen seine Kräfte überschätzt. Wie der Sprecher sagte, war der Besatzung der Rettungsstation aufgefallen, dass der Mann immer von Boje zu Boje schwamm und sich dort festhielt. Daraufhin wurde das Rettungsboot „Seesturm“ losgeschickt. Der 25-Jährige bat die Rettungsschwimmer, ihn an Land zu begleiten. 

25-Jähriger hat nichts gelernt

Eine Lehre war dem jungen Mann das offenbar nicht, denn keine zwei Stunden später verursachte er einen weiteren Einsatz, so Postulka. Diesmal wollte er den Angaben zufolge außerhalb der Badezone ins Wasser gehen. Hier brachte ihn die Abbruchkante in Schwierigkeiten – er rief erneut um Hilfe. Postulka: „Auch dieses Mal kam ihm die DLRG per Boot zur Hilfe und befreite ihn aus seiner misslichen und zugleich lebensgefährlichen Lage.“

Ein paar Stunden später überschätzte sich der nächste Mann. Der Endzwanziger schaffte es nicht mehr bis ans Ufer. Abermals fuhr die „Seesturm“ los und rettete den Mann. Da er, so Postulka, „eine bedrohlich hohe Herzfrequenz“ aufwies, rief die DLRG einen Notarzt. Eine Behandlung im Krankenhaus, die dem Mann den Angaben nach geraten wurde, lehnte er ab.

Am Sportparksee in Grambke mussten die Wasserretter der DLRG neben einigen Schnittwunden in den Fußsohlen von zwei Badegästen auch einen Patienten mit Kreislaufproblemen behandeln. Der Rettungsdienst brachte ihn in eine Klinik. Auch am Unisee in Horn musste die DLRG Erste Hilfe leisten.

Rubriklistenbild: © dpa

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