Nach einem Tag

Vergifteter Fruchtsaft: Ehemann wieder frei

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Manipuliert wurden Trinkpacks mit Drehverschluss

Bremen - Der wegen eines möglichen Mordversuchs an seiner Frau mit einem vergifteten Fruchtsaft festgenommene Ehemann ist wieder auf freiem Fuß.

Erst gestern berichtete die Polizei von der Festnahme des dringend tatverdächtigen Ehemannes. Er soll das Gift in den Saft gemischt haben. Das berichtete heute Nachmittag ein Polizeisprecher. Wie es weiter hieß, hat der Mann in seinen Vernehmungen gestanden, das Gift in die Capri-Sonne gemischt zu haben. (Siehe Bericht hier)

Vor einer Woche war bekannt geworden (wir berichteten), dass am 10. Juli erst der Mann, zwei Tage später seine 54 Jahre alte Ehefrau zunächst mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Es stellte sich jedoch nach kurzer Zeit heraus, dass es sich keineswegs um Schlaganfälle, sondern um Vergiftungen handelte, wie die Polizei zu dem Zeitpunkt berichtete.

Während der Ehemann schon nach wenigen Tagen aus der Klinik wieder nach Hause zurückkehrte, blieb der Gesundheitsszustand der Frau den Angaben nach kritisch. Sie musste tagelang in ein künstliches Koma versetzt werden. Inzwischen befindet sich die 54-Jährige auf dem Wege der Besserung.

Das Gericht habe am Freitagabend abgelehnt, einen Haftbefehl auszustellen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Sender Radio Bremen am Samstag. Zu den Gründen habe der Sprecher nichts sagen wollen. Am Montag will die Staatsanwaltschaft prüfen, ob sie gegen die Entscheidung vorgeht.

Das Motiv des Mannes war weiter unklar. Der 56-Jährige hatte gegenüber der Polizei zugegeben, Gift in die Capri-Sonne seiner Frau gefüllt zu haben. Die 54-Jährige war darauf in ein Krankenhaus gekommen und ins künstliche Koma versetzt worden.

dpa

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