„Ein großartiger Wissenschaftler“

Trauer um Uni-Professor Stephan Leibfried

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Prof. Stephan Leibfried ist im Alter von 74 gestorben.

Bremen -  Die Universität Bremen trauert um Prof. Stephan Leibfried. Wie eine Sprecherin mitteilte, ist der Sozialwissenschaftler am vergangenen Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Uni-Rektor Prof. Bernd Scholz-Reiter: „Wir sind überrascht vom plötzlichen Tod Stephan Leibfrieds. Er hinterlässt eine große Lücke an der Universität Bremen“, an deren Erfolg er bis zuletzt maßgeblich beteiligt gewesen sei.

Leibfried war der Universität Bremen über lange Jahre verbunden. Nach dem Studium der Politik- und Rechtswissenschaften in Berlin promovierte er 1972 in der Hansestadt. Zwei Jahre später wurde er hier Professor mit den Schwerpunkten Sozialpolitik und Sozialverwaltung. 14 Jahre später gehörte er zu den Gründungsvätern des Zentrums für Sozialpolitik, inzwischen im Socium Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik an der Uni aufgegangen. 

Auch für sozialwissenschaftliche Sonderforschungsbereiche (SFB) an der Uni zeichnete Leibfried verantwortlich. Bis 2014 war er Sprecher des SFB „Staatlichkeit im Wandel“. Ein weiteres Anliegen sei ihm die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gewesen.

„Kreativer Analytiker des Sozialstaates“

„Stephan Leibfried hat in mehr als drei Jahrzehnten die Sozialwissenschaften an unserer Universität intellektuell und institutionell nachhaltig geprägt. Sein hartnäckiges Eintreten für die Notwenigkeit der Sozialwissenschaften zum Verständnis des Wandels von Staat und Gesellschaft und sein Esprit werden fehlen“, so Prof. Karin Gottschall, Dekanin des Fachbereichs. 

„Er war ein äußerst kreativer Analytiker des Sozialstaates und Beobachter staatlichen Handelns. Sein wissenschaftlicher Ratschlag für Politik wird uns sehr fehlen“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling. Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (beide SPD) ergänzte: „Wir verlieren einen großartigen Wissenschaftler, der viel für die Universität und die Wissenschaftslandschaft in Deutschland erreicht hat. Ich bin sehr traurig über den plötzlichen Tod dieses beeindruckenden Menschen, der mit seiner intellektuellen Schärfe und seinem Witz stets ein brillanter Gesprächspartner war.“ - vr

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