Polizei ermittelt

Schwere Verbrennungen: Kleinkind tritt in unzureichend gelöschte Grillkohle

Bremen - Ein Zweijähriger ist am Samstag barfuß in glühende Kohle getreten. Diese war zuvor mit einer Schicht Sand bedeckt worden - offenbar nach dem Ende einer Grillrunde. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Bei dem Vorfall zog der Junge sich am Ufer des Bultensee in Tenever schwere Brandverletzungen zu. Er musste zur stationären Behandlung in eine Kinderklinik gebracht werden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten war der Junge barfuß in die heiße Grillbriketts getreten, die nur leicht bedeckt war, heißt es einer Mitteilung der Polizei. Dabei erlitt er Verbrennungen an beiden Füßen. Nach einer Erstversorgung von Rettungsschwimmern vor Ort wurde der Notarzt mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Weser“ eingeflogen. Das Kind wurde nach der notärztlichen Behandlung in eine Kinderklinik gebracht.

Direkt nach dem Unfall löschten Passanten in Absprache mit Rettungskräften und Polizeibeamten die Briketts mit Wasser und Sand komplett ab.

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und sucht Zeugen. Hinweise werden an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421/362-3888 erbeten.

Das Grillen ist an den meisten freien Badeseen in Bremen grundsätzlich erlaubt - teilweise nur an ausgewiesen Grillplätzen. Die Glut sollte aber sorgsam gelöscht werden, zum Beispiel mit Wasser. Anschließend ist die ordnungsgemäße Entsorgung der abgelöschten Kohle möglich. Damit könnten solche schweren Verletzungen verhindert werden, heißt es in der Meldung der Polizei abschließend.

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