Kommissare Lürsen und Stedefreund im Einsatz

Drehstart: Neuer Bremer „Tatort“ bringt Ermittler ins Schwitzen

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Inga Lürsen (Sabine Postel, l.), Helen Reinders (Camilla Renschke) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) untersuchen Spuren.

Bremen - Von Steffen Koller. War es eine Verkettung von unglücklichen Umständen oder steckt Mord dahinter? Seit Montag laufen die Dreharbeiten zum neuen Bremer „Tatort“, am Mittwoch drehten Schauspieler und Filmcrew im Blockland.

Im Streifen „Echolot“ müssen die Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) klären, ob die Chefin eines Start-up-Unternehmens einem heimtückischen Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Wind peitscht über die Wiesen des Blocklands, dicke Wolken wechseln sich mit strahlendem Sonnenschein ab. Bis zum Filmset mitten auf einem Acker ist es ein beschwerlicher Weg – Matsch und Pfützen, wohin das Augen blickt.

Verdutzt blicken Radfahrer auf, die zufällig am Drehort vorbeikommen. „Da liegt doch ein Auto auf dem Dach“, wird wohl der ein oder andere mit Schrecken festgestellt haben. Doch keine Bange: Sanitäter, Polizisten, Bestatter und Feuerwehr sind nur Statisten, hier und heute geht es nicht um Menschenleben.

Genauso abenteuerlich wie die Strecke zum Set zeigt sich auch der neue Fall des Ermittlerduos Lürsen und Stedefreund, bei dem Peter Henning und Claudia Prietzel Regie führen. Vanessa Arnold (Adina Vetter), ambitionierte Chefin eines Bremer Start-up-Unternehmens, kommt auf leicht kurviger Piste von der Straße ab, das Auto überschlägt sich auf einem angrenzenden Acker, die Frau ist sofort tot.

War es nur ein Unfall?

Schnell stellt sich Lürsen und Stedefreund die Frage, ob das wirklich nur ein Unfall war. Indizien sprechen dagegen – mögliche Täter und Motive gäbe es. Vanessa hatte vor ihrem Tod an einem digitalen „Assistenten“ gearbeitet, die Produkteinführung stand kurz bevor. Zwar ist der insgesamt 29. „Tatort“ mit Lürsen und Stedefreund aufreibend und verspricht Spannung bis zum Schluss, doch davon ist am Set kaum etwas zu spüren.

Ausgelassen posieren die Schauspieler vor den Kameras, Oliver Mommsen hat sogar Zeit für Späße abseits des Sets. Mit Gummistiefeln und dicker Jacke watet der 47-Jährige durch große Pfützen, lächelt, ruft den Journalisten Sprüche zu. Im Hintergrund erheben sich die großen Berge der angrenzenden Blocklanddeponie, Windräder machen die norddeutsche Szenerie perfekt.

Und Action: "Tatort"-Dreh im Blockland gestartet

Nur eines stört gewaltig: Dieser fiese Wind krabbelt in jede Ritze der Kleidung, so dass es nach mehreren Stunden am Set erstmal zum Aufwärmen geht. Nudeln, Reis und Chili con Carne sowie ein heißer Tee wärmen das rund 60-köpfige Filmteam, das sich vorher mit dem Schleppen von Kameras und großen Koffern voller Equipment abgearbeitet hat.

Sendetermin wohl der 30. Oktober

Mommsen sagt mit großem Lächeln: „Lecker ist das“, verschwindet kurz im Wohnwagen und bereitet sich auf die nächste Szene vor. Noch bis zum 3. Mai dauern die Dreharbeiten in Bremen und Umgebung, Sendetermin wird voraussichtlich der 30. Oktober sein.

In altbewährter Besetzung werden dann auch wieder Gerichtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner) und Lürsens Tochter Helen Reinders (Camilla Renschke) zu sehen sein. Wer bis dahin einfach nicht abwarten kann, sollte sich Pfingstmontag, 16. Mai, rot im Kalender anstreichen. Denn dann wird der bereits fertige Krimi „Der hundertste Affe“ im Ersten ausgestrahlt: Bremen droht der Zusammenbruch, Umweltaktivisten wollen die Stadt ins Chaos stürzen. Verbrecher haben halt niemals Pause.

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