„Eine unvergessliche Nacht“

„Supertramp“-Mitbegründer Roger Hodgson begeistert im Metropol-Theater

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Weißer Anzug, weiße Schuhe, blaues Hemd – und natürlich die glatten grauen Haare, die bis kurz über die Schultern reichen: So präsentierte sich Roger Hodgson am Dienstagabend beim Konzert im Bremer Metropol-Theater. 

Bremen - Von Viviane Reineking. Beinahe ungläubig, so scheint es, bestaunen die Besucher selbst die begeisterte Kulisse beim ausverkauften Konzert im Metropol-Theater am Richtweg. Im Rahmen seiner aktuellen Tour am Dienstagabend zu Gast: Roger Hodgson. Der Komponist, Texter, Sänger und Mitbegründer der Pop- und Rockband „Supertramp“ hatte eine Menge Welthits mit nach Bremen gebracht.

Weißer Anzug, weiße Schuhe, blaues Hemd – und natürlich die glatten grauen Haare, die bis kurz über die Schultern reichen: So präsentierte sich das musikalische Multitalent beim Theaterkonzert auf der Bremer Bühne.

Schon bei den ersten Klängen des Abends stehen die rund 1 400 Zuschauer auf, klatschen, pfeifen. In freudiger Erwartung der kommenden zwei Stunden und der 17  Songs, die Hodgson im Gepäck hat. Und wohl auch aus Respekt und Anerkennung für dessen erfolgreiches Schaffen: 1969 gründete er „Supertramp“ mit. 1983 verließ der Frontmann die Band, ist seitdem der alleinige Urheber zahlreicher bekannter wie zeitloser Klassiker.

Zurück zum Bremer Konzertabend: „Ein schönes Gebäude – der Sound ist gut“, lobt der 68-Jährige zu Beginn. Er weiß, wovon er spricht. Schließlich steht er hier nicht zum ersten Mal auf der Bühne. Bereits 2015 war er im Haus am Richtweg zu Gast. Und zuletzt trat er während der „Night oft the Proms“ im Dezember in der Stadthalle auf. „Musik ist eine phantastische Medizin“, sagt Hodgson, und fordert seine Gäste auf, Probleme und schwierige Dinge für die nächsten zwei Stunden beiseitezuschieben. Gesagt, getan. Der Weltstar und seine spielfreudige, geniale Band machen es den Zuschauern leicht. Auf der Set-List des Abends stehen zahlreiche „Supertramp“-Hits, die fast alle aus Hodgsons Feder stammen.

Konzert von Rodger Hodgson im Metropol- Theater

Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller
Roger Hodgson hat bei seinem restlos ausverkauften Konzert die Massen in Ekstase versetzt. © Steffen Koller

Los geht es mit „Take a long Way Home“ von 1979, „School“ (1974) und „In Jeopardy“ (1984). Dann der Superhit „Breakfast in America“, den der Brite nach eigenem Bekunden mit 19 Jahren  schrieb. Viele nicken im Takt mit den Köpfen mit. In Instrumentalpassagen begeistern auch immer wieder die Bandmitglieder. Allen voran Michael Ghegan, der neben dem Part am Keyboard abwechselnd zu Klarinette, Saxophon und Flöte greift. Dazu Ray Coburn am Keyboard, Drummer Bryan Head und am Bass David Carpenter.

Es folgen Songs wie „Along came Mary“ und „The Logical Song“. Es sei eine „magische Reise“, in seinem Leben so viele Menschen zu berühren, verrät Hodgson. Songs für andere zu schreiben, habe im Übrigen nicht funktioniert, so der Sänger, der am Klavier sitzend „Lord is it Mine“ zum Besten gibt. Hodgson gibt seinen Songs – anders als viele andere Stücke heute – Zeit für ein langes Intro. 

Wie etwa beim mit exotischen Klängen daherkommenden „Death and a Zoo“ vom Album „Open the Door“ aus dem Jahr 2000. Und beeindruckt mit seiner hohen Falsettstimme, wie etwa bei „Dreamer“ vom 74er-Album „Crime of the Century“. Pfiffe und „Standing Ovations“ auch bei den letzten Songs wie „Fool‘s Overture“, „Give a little bit“ und „It’s raining again“.

Hin und weg sind Publikum wie Künstler. „Was für eine Begeisterung – und das in Norddeutschland“, wundert sich nach Konzertende ein Besucher. „Der Hammer“, sagt ein anderer. „What a night to remember“ – „Was für eine unvergessliche Nacht“, heißt es in einem Social-Media-Eintrag von Hodgson am Morgen danach zum Bremer Gastspiel. Demnach soll es auch nicht sein letzter Auftritt im Metropol-Theater gewesen sein: „Wir gucken bereits, wann wir wieder zurückkommen können.“

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