Wer wird Nacholger von Iljo Keisse?

Sixdays: Bremen sucht den Superstar

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Hallenchef Peter Rengel (rechts) und der sportliche Leiter Erik Weispfennig berichteten gestern über den letzten Stand der Dinge vor dem morgigen Sixdays-Start.

Bremen - Von Gerd Töbelmann. So ein Geschenk flattert einem nicht jeden Tag ins Nest. Aufgrund der Absage der Katar-Rundfahrt konnten die Macher der Bremer Sixdays im vergangenen Jahr kurzfristig Iljo Keisse verpflichten. Der Belgier rechtfertigte seine Gage, brillierte auf der Bahn und holte sich zusammen mit dem Berliner Marcel Kalz den Sieg. Keisse und Kalz werden jedoch morgen nicht dabei sein. Wer also wird der Superstar der 54. Auflage?

Gern hätte Erik Weispfennig, seit Jahren der sportliche Leiter an der Weser, wieder mit beiden Fahrern geplant. Aber das ist nicht möglich. Keisse (35) erholt sich langsam von einer Kahnbein-OP, ist aber mit seinem Straßenteam von Quick Step Tausende von Kilometern weit entfernt in Kolumbien, um an einem Straßenrennen teilzunehmen.

Marcel Kalz (30) indes hat das Rennrad ganz an den Nagel gehängt, um sich seiner Karriere bei der Bundespolizei zu widmen.

Also heißt es ab morgen in der ÖVB-Arena: Neue Männer braucht das Land. Hallensprecher Edgar Mielke jedenfalls ist überzeugt davon, „dass sich auch das diesjährige Fahrerfeld wieder sehen lassen kann“. Vor allem Leif Lampater (35) und der Belgier Moreno De Pauw (26) gelten als Topfavoriten auf den Gesamtsieg. Mit seinem Stammpartner Kenny De Ketele stand er gestern kurz vor dem Sieg in Rotterdam. Auch Lampater, der schon zweimal in Bremen gewann, ist gut in Form und wurde kürzlich Deutscher Meister im Omnium.

Sprinter sorgen für Jubelstürme

Nicht zu unterschätzen ist aber auch eine weitere deutsch-belgische Kombination: Theo Reinhardt und Kenny De Ketele haben viel Potenzial. De Ketele holte sich zusammen mit Christian Grasmann den Bremen-Sieg 2016 und dominierte zusammen mit Moreno De Pauw die Rotterdamer Sixdays. Aber auch die beiden Weltmeister Morgan Kneisky (Frankreich) und Leigh Howard (Australien), der seine Bremen-Premiere feiern wird, sind Kandidaten aufs Podium. „Leigh ist gut in Form und hat die Sixdays in Melbourne gewonnen. Mal sehen, wie er auf der engen Bremer Bahn klarkommt“, erklärte Weispfennig.

In Bremen haben aber auch andere Wettbewerbe ihren Stellenwert. Besonders die Sprinter sorgen immer wieder für Jubelstürme. Hier scheint ein Duell des Vorjahressiegers Rene Enders mit dem Tschechen Tomas Babek vorprogrammiert.

Veranstalter rechnen mit 60.000 Besuchern

Für den morgigen Startschuss (21.10 Uhr) des Ex-Astronauten Thomas Reiter wird es in der ÖVB-Arena mit Weltraummusik spacig zugehen. „Zudem wird die Starterpistole von der Hallendecke heruntergebracht“, verriet Hallenchef Peter Rengel.

Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 60.000 Besuchern. „Der Vorverkauf läuft recht gut und liegt auf dem Vorjahresniveau“, meinte Theo Bührmann, einer der Geschäftsführer der veranstaltenden Event & Sport Nord GmbH. Ob diese Firma das Rennen auch über 2018 hinaus veranstalten wird, ist noch nicht entschieden.

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