200.000 Euro Schaden

Brandanschlag auf Polizei in Bremen: Senator verdächtigt Linksradikale

Drei ausgebrannte Gruppenwagen und ein ausgebrannter Bus der Bereitschaftspolizei Bremen stehen vor einer Halle. Davor montiert Innenminister Ulrich Mäurer.
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Nach dem Brandanschlag auf die Bereitschaftspolizei in Bremen hat Innensenator Ulrich Mäurer Linksextremisten in Verdacht. (kreiszeitung.de-Montage)

Nach dem Brandanschlag auf die Bremer Bereitschaftspolizei hat Innensenator Ulrich Mäurer Linksextremisten in Verdacht. Der Schaden geht in die Hunderttausende.

Bremen – Die Ermittlungen nach dem Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bremer Bereitschaftspolizei dauern weiter an. Das teilte ein Polizeisprecher am Montagmorgen mit – allerdings ohne weitere Angaben zu machen. In der Nacht von Sonnabend, 5. Juni 2021, auf Sonntag, 6. Juni 2021, waren auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei drei Gruppenwagen und ein Bus infolge von Brandsätzen in Flammen aufgegangen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schätzt den Sachschaden auf rund 200.000 Euro, wie es in einer Reaktion zum Brandanschlag heißt.

Stadt im Land Bremen:Bremen
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Einwohner:567.559 (Stand: 31. Dezember 2019)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD)

Nach Brandanschlag auf Bremer Bereitschaftspolizei: Innensenator Mäurer hat Linksradikale in Verdacht

Derzeit stehe noch nicht fest, wer hinter dieser „hochkriminellen Tat“ stecke, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Nach seinen Angaben spreche einiges dafür, dass es sich um einen linksradikalen Anschlag handele. „Das ist ein Anschlag auf unser aller Sicherheit“, sagte Mäurer. Der immer fanatischer werdende Hass auf die Polizei mache ihm Sorge, so der Sicherheitspolitiker. Mäurer: „Wir verzeichnen seit geraumer Zeit bundesweit wie auch in Bremen einen starken Anstieg bei den Anschlägen gegen staatliche Einrichtungen, Immobilienunternehmen, die Bundeswehr und Geldinstitute. Die Gewaltspirale dreht sich immer schneller.“ Die Ermittlungsgruppe „Feuer“, die seit Ende 2019 nach politisch motivierten Brandanschlägen eingerichtet worden sei, arbeite nach den jüngsten Anschlägen bereits auf Hochtouren, sagte der Senator. Und weiter: „Ich appelliere an Zeugen, sich umgehend zu melden. Die Zivilgesellschaft muss nach solchen feigen Taten zusammenstehen.“ Hinweise an die Kripo unter 0421/362-3888.

In den vergangenen Monaten hat es immer wieder Brand- und Farbanschläge auf Polizei und Immobilienunternehmen in Bremen gegeben, hinter denen die Polizei politische Motive vermutet. Die Spuren führen in die linke Szene. Im Mai brannte vor der Parteizentrale der CDU in Bremen ein ziviles Fahrzeug der Polizei, verletzt wurde niemand. Und immer wieder werden Autos von Immobilienunternehmen angezündet, Fensterscheiben eingeschlagen, fliegen Farbbeutel gegen Polizeigebäude.

Im Januar gingen zwei Autos in Flammen auf, wenige Stunden danach zündeten Unbekannte am Jobcenter Bremen-Mitte einen Brandsatz. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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