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Bremen: Stärkster Anstieg von Corona-Neuinfektionen seit Anfang Februar

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Von: Yannick Hanke

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Zu sehen sind ein Corona-Schnelltest, der ein negatives Ergebnis anzeigt, sowie das Rathaus der Hanseststadt Bremen.
In der Hansestadt Bremen musste am Montag, 14. März 2022, der höchste Stand an Corona-Neuinfektionen seit Anfang Februar bekannt gegeben werden. (kreiszeitung.de-Montage) © Sebastian Gollnow/Sina Schuldt/dpa

Das Bremer Gesundheitsressort muss einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen in der Hansestadt vermelden. So hoch wie seit über einem Monat nicht mehr.

Bremen – Zahlen, die keiner mehr lesen möchte, letztendlich aber nur die Realität widerspiegeln. Am Montag, 14. März 2022, musste das Bremer Gesundheitsressort 1.624 neue Corona-Fälle im nördlichen Bundesland vermelden. Dabei entfielen 1.541 Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf die Stadt Bremen – 1.053 Fälle mehr als noch eine Woche zuvor. Darüber berichtet „buten un binnen“.

Bremen: Mehr als 1600 neue Corona-Fälle – Großteil entfällt auf die Hansestadt

Tatsächlich wurden aus Bremerhaven „nur“ 83 Corona-Neuinfektionen vermeldet. Das stellt ein Minus von 50 dar. Für die Stadt Bremen muss jedoch der höchste Wert von Neuinfektionen seit Montag, 7. Februar 2022, bilanziert werden. Damals wurden 1.658 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Folge: die Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen steigt von 809 auf 1.082. Mitte Februar 2022 war dieser Wert zuletzt so hoch. In Bremerhaven ist wiederum ein leichter Trend in die entgegengesetzte Richtung zu beobachten. Denn hier sinkt der Wert für Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 1.375 auf 1.329.

Corona-Trend in Bremen? „Richtung seit ein paar Tagen wieder steigend“

Genau umgekehrt stellt sich die Situation im Bundesland Bremen hinsichtlich der Hospitalisierungsinzidenz dar. In der Stadt Bremen sinkt dieser Wert von 3,71 auf 3,18. Der Wert für Neuaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohnern in Bremerhaven steigt wiederum von 1,76 auf 3,52 – und das innerhalb einer Woche.

Das wird sich in den kommenden Tagen erst zeigen, ob das ein Ausreißer war oder Trend ist. Die Richtung ist ja aber seit ein paar Tagen wieder steigend, in Bremen wie in Deutschland.

Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, gegenüber „buten un binnen“

Aktuell versorgen die Kliniken in Bremen 87 Corona-Patienten. Davon liegen sieben auf Intensivstationen, vier müssen beatmet werden. In Bremerhaven sind es 44 Corona-Patienten in den Kliniken, von denen sechs auf Intensivstationen legen. Vier müssen beatmet werden. Während in Bremen die Corona-Warnstufe 3 gilt, greift in Bremerhaven die Warnstufe 2.

Bremer Experten kritisieren „Freedom Day“ – wegen aktueller Corona-Lage nicht vertretbar

Angesichts der immer wieder steigenden Zahlen an Corona-Neuinfektionen, wie es nun beispielsweise in Bremen der Fall ist, wird bundesweit lautstark über den 20. März 2022 diskutiert. Dieser Stichtag wird immer wieder als „Freedom Day“ bezeichnet, da ab diesem Datum viele der Corona-Schutzmaßnahmen enden.

Unter anderem Experten aus Bremen hatten dies bereits infrage gestellt, da es mit Blick auf die gegenwärtige Corona-Entwicklung nicht vertretbar wäre. Mit Brandenburg hat bereits das erste Bundesland verkündet, rigoros an allen Corona-Schutzmaßnahmen festhalten zu wollen – und diese in Hotspots des Bundeslandes sogar zu verschärfen.

Corona-Lockerungen: Bremer Politik zwiegespalten – Kritik von Gesundheitssenatorin Bernhard, Bürgermeister Bovenschulte zufrieden

Und Bremen? Die Politik in der Hansestadt ist zwiegespaltener Meinung. So fordern die Regierungsfraktionen SPD, Grüne und Linke unter anderem auch für den Einzelhandel weiterhin eine Maskenpflicht. Mit dieser Forderung sprechen sich die Parteien in Bremen gegen die geplanten Lockerungen der Bundesregierung im Bundesinfektionsschutzgesetz aus.

Anders verhält es sich mit Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Er hält die geplanten Corona-Lockerungen der Ampelkoalition für angemessen. Demgegenüber steht wiederum Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Die Pläne der Politik bezeichnet sie gegenüber „buten un binnen“ als „absolut nicht ausreichend“. Am Dienstag, 15. März, will der Senat ein offizielles Statement zur Thematik abgeben. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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