„Eine Revolution im Bummelzugsektor“

 „Stadtmusikantenexpress“ ersetzt die „Emmas“

Der „Stadtmusikantenexpress“ kurvt ab sofort vor allem Touristen durch die Innenstadt und bis zur Überseestadt. - Foto: Esser

Bremen - Von Jörg Esser. Die „Emmas“ sind aufs Abstellgleis gerollt. Für die Elektro-Minibusse mit je zwölf Plätzen für Mitfahrer, die Touristen sechs Jahre lang durch Bremen kutschierten, gab es keine Zukunft und vor allem keine Ersatzteile mehr. So hat die Peter Siemering, Chef der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ), die Notbremse und damit die „Emmas“ zu Beginn der Saison aus dem Verkehr gezogen. Und sich auf die Suche nach Ersatz gemacht. „Wir als Touristiker wollen Bremen erlebbar machen“, sagt Siemering.

Am Donnerstag wurde auf dem Marktplatz ein Nachfolger präsentiert – ein in den Bremer Speckfarben Rot und Weiß gestalteter „Stadtmusikantenexpress“. Die Firma Frenzel Reisen hat den „stärksten Elektrobummelzug, der am Markt verfügbar ist“ von der Ostseeinsel Rügen an die Weser importiert. Betreiber Jörn Frenzel spricht von einer „Revolution im Bummelzugsektor“. Die Lok hat einen Elektro-Synchronmotor mit einer Leistung von 60 Kilowatt, eine Reichweite von 150 Kilometern und zieht mit 25 „Sachen“ zwei Anhänger mit je 28 Sitzplätzen über die Straßen.

Der „Stadtmusikantenexpress“ sei ein „Gewinn für die Touristen und die Stadt“, sagt Siemering. Und Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering bezeichnet den Express als „einem tollen Ersatz für die ,Emmas’“.

Der Stadtmusikanten-Express fährt ab sofort bis Oktober (und dann zum Weihnachtsmarkt) ab 10.30 Uhr im Stundentakt bis 16.30 Uhr. Eine Innenstadt-Tour dauert rund 50 Minuten und kostet für Erwachsene 8,90 Euro, für Kinder (vier bis 14 Jahre) 5,90  Euro und für Familien 22,90 Euro. Eine Überseestadt-Tour startet täglich um 13.30 Uhr, dauert etwa 90 Minuten und kostet für Erwachsene 12,90 Euro, für Kinder 5,90 Euro. Fahrkarten gibt es bei der BTZ in den Tourist-Informationen (unter anderem im Kontorhaus am Markt) sowie unter der Telefonnummer 0421/30800-10.

Das wirtschaftliche Risiko trägt der Betreiber. Die BTZ erhält elf Prozent Provision pro Fahrkarte. Die „Emmas“ stehen derweil auf dem Betriebshof der BSAG in der Neustadt.

www.bremen-tourismus.de/express

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