Sieling empfängt Bürger im Rathaus

Zwanglos ins neue Jahr - mit dem Bürgermeister

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Bremens Bürgermeister Carsten Sieling lädt Bürger wieder dazu ein, am Neujahrstag ins Rathaus zu kommen. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Alle Jahre wieder am Neujahrstag. . . – es ist inzwischen eine kleine Tradition und eine Alternative zum klassischen Neujahrsspaziergang. Wovon die Rede ist? Vom Spaziergang ins Bremer Rathaus. Auch am 1. Januar 2018 empfängt der Bürgermeister dort wieder die Bürger. Natürlich nur jene, die es wollen. Alles freiwillig – so das Motto.

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) jedenfalls „freut sich darauf“, am 1. Januar in der Zeit von 12 bis 13 Uhr in der Oberen Halle Gäste zu begrüßen, formulierte ein Sprecher. Formelle Einladungen oder gar Einladungskarten gibt es nicht. „Jeder kann kommen und ist herzlich willkommen, der Eintritt ist frei“, so der Sprecher. Und: „Es ist ein ganz zwangloses Treffen, bei dem weder Reden gehalten noch Getränke gereicht werden.“

Es geht um andere Dinge. Um Kommunikation zum Beispiel. „Die Gäste haben die Gelegenheit, mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen – und können auch einen Gang durch das historische Gebäude machen, das seit Sommer 2004 gemeinsam mit der Rolandstatue auf dem Marktplatz zum Unesco-Weltkulturerbe gehört“, hieß es im Rathaus weiter.

Besucher des zwanglosen Empfangs haben zudem noch die Möglichkeit, einen Blick auf die spektakuläre Schiffsinstallation „Cui Bono“ des britisch-guyanischen Künstlers Hew Locke zu werfen. Das Kunstwerk wurde zur Kunsthallen-Ausstellung „Der blinde Fleck – Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit“ an der Decke der Oberen Halle befestigt (wir berichteten).

Die temporäre Installation widmet sich den Themen Kolonialismus und Globalisierung, greift sowohl Bremer Geschichte als auch aktuelle Themen von Migration und Handel auf. Die „Cui Bono“ weist auf Reichtümer und maritimen Handel hin. Sie ist zugleich ein Gegenstück zu den vier Modellen historischer Orlogschiffe in der Oberen Halle, die die mittelalterlich-hanseatische Handelsflotte zum Schutz vor Piraten über die Meere begleiteten.

Die Kunst und der Stand der Dinge

Wie ist der Stand der Dinge? Eine Frage, die immer mal auftaucht, wenn Zäsuren anstehen. Und ein Jahreswechsel ist so eine Zäsur. „Stand der Dinge“ – so hat der Braunschweiger Künstler Reiner Nötzold seine Ausstellung genannt, die im neuen Jahr in der Produzentengalerie „Kunstmix“ (Kolpingstraße 18, Schnoor) zu sehen ist. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 14. Januar, um 12 Uhr. „Der Künstler ist anwesend und der Eintritt frei“, sagt Martin Koroscha vom „Kunstmix“-Team.

Nötzold zeigt Radierungen unterschiedlicher Techniken – „von der herkömmlichen Strichätzung über Kaltnadel und Kupferstich bis zur direkten Bearbeitung der Platte mit der Flex“, so Koroscha weiter. „Jedes Verfahren dieser unruhigen, ständig wechselnden Arbeitsweise führt zu neuen Bildinhalten – vom Gegenstand bis zur völligen Abstraktion.“ Nötzolds Ausstellung zum „Stand der Dinge“ ist dann bis zum 9. Februar zu sehen.

Das Glück, die Pferde und ein Kalender

Das Glück dieser Erde liegt auf den Platten der Herde. Nein, stimmt ja gar nicht! Es liegt ganz woanders. Auf dem Rücken der Pferde, ja, da liegt es. Wird jedenfalls immer mal wieder behauptet – von Reitern zum Beispiel. Nun, wo wir gerade von Pferden sprechen: Der Bremer Rennverein hat in Kooperation mit dem Musketier-Verlag einen Kalender für das Jahr 2018 herausgegeben, der in limitierter Auflage erscheint, wie ein Sprecher sagt.

Zu sehen sind „13 Hochglanzfotos mit Impressionen aus alter und neuer Zeit“, heißt es weiter. Die aktuellen Fotos stammen von der Fotografin Martina Lehmann. „Mit diesem Kalender wollen wir zeigen, dass der Bremer Rennverein weiterhin aktiv ist“, so Vorstandsmitglied Frank Lenk. „Gleichzeitig wollen wir Erinnerungen schaffen.“ Gegenwärtig werde am Saisonstart 2018 gearbeitet – geplant für Karfreitag, 30. März.

Betreut wurde das Kalenderprojekt von der Bremer Agentur HW, die sich auf den Galopprennsport spezialisiert hat. Der Kalender kostet 20 Euro plus Porto und Verpackung. Bestellungen sind unter info@agentur-hw.de möglich. „Die Lieferung erfolgt voraussichtlich erst im neuen Jahr“, so der Sprecher. Aber das ist ja auch klar – so kurz vor dem Neujahrstag.

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