Schnell und persönlich

Neuheit aus Bremen: App „Skeaps“ verbindet Fotos mit Audio-Nachrichten

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Die brandneue App „Skeaps“ im Einsatz: Nach dem Sofa-Selfie spricht Jochen Kurzke einen Audio-Gruß. Der Betriebswirt und freie Unternehmer hat die Idee für die App gemeinsam mit seinem Bekannten Knuth Rüffer gehabt.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Die Smartphone-App „Skeaps“ ist brandneu und schnell im Einsatz. „Das Spiel von Werder Bremen gegen den HSV war so eine typische Situation, in der die App gut ist“, sagt Jochen Kurzke (43) aus Bremen.

Er hat die Idee zu „Skeaps“ gemeinsam mit seinem Bekannten Knuth Rüffer (37) gehabt. „2:1, toll für die Werder-Fans. Einfach ein Foto von der Anzeige oder den Spielern schießen, dann einen Gruß sprechen und das mit anderen teilen.“ Eine gute Idee, die auch für viele andere Anlässe geeignet ist.

Die App ist seit Ende April zum Gratis-Download bereit. Die Bedienung ist einfach: App öffnen, und die Kamera mit allen Nutzungsoptionen wird aktiviert. Kurz ein Foto machen. Die Software fragt, ob das Bild „ok“ ist oder die Aufnahme wiederholt werden soll. Nach der Bestätigung kommt die Audioaufnahme. Danach kann der Nutzer entscheiden: Ist doch ein anderes Bild besser? Möchte ich doch was anderes aufsprechen? Mit der Option „Neue Nachricht“ geht es wieder an den Anfang. 

Mit der Option „Teilen“ gehen Audio-Gruß und Bild gemeinsam als MP4-Datei raus. Der Nutzer kann bestimmen, an welche der von ihm genutzten Medien die Botschaft geht: Facebook, Whatsapp oder andere. Der Empfänger sieht das Foto und hört den Audio-Gruß. Die App läuft auf Android- und Apple-Geräten.

Vorteil: Kleine Datenmenge

Eine ganze Minute Audio-Aufzeichnung ergibt gerade mal 300 Kilobyte – eine Daten-Lappalie. „Die Datenmenge ist kleiner als bei Videoaufnahmen. Außerdem ist die Bildqualität von Fotos besser als von Videos. Für Dunkelheit hat man den Blitz. Es verwackelt nichts“, sagt Betriebswirt Kurzke, der freier Unternehmer in der Spielzeugbranche ist. 

Rüffer arbeitet als Betriebswirt in der IT-Branche. „Wenn das Foto nicht gut ist, kann man schnell ein neues machen. Ein neues Video zu drehen, ist dagegen zeitraubend“, sagt Kurzke. Und die Audio-Nachricht ist persönlicher als eine Textnachricht.

Kurzke erinnert sich noch gut an die erste Nachricht, die er mit der App versendet hat. „Sie ging an meine Freundin. Die wartete auf einen Brief. Ich habe in den Briefkasten geschaut, als sie nicht zu Hause war“, erzählt er. „Ich habe ein Bild vom leeren Briefkasten gemacht und dann gesagt, ,Keine Post, sorry‘.“ Zum Schmunzeln brachte ihn die erste Nachricht, die sein Sohn ihm geschickt hat. „Der hat erst ein Selfie gemacht und sich dann beim Draufsprechen kaputtgelacht“, sagt Kurzke.

So etwas gab es noch nicht 

Auf die Idee kamen die beiden durch jemanden, der Bilder machte und dazu Sprachnachrichten. „Das war bei Whatsapp umständlich. Die Bilder waren klein. Man musste scrollen. Wir wollten dafür eine Lösung finden“, sagt Kurzke. „Die Recherche ergab: Dafür gab es keine App auf der ganzen Welt. Wir haben es gemacht, weil wir eine Weltneuheit schaffen konnten.“ Die beiden arbeiteten mit mehreren Programmierern zusammen. 

Danach war es eine Herausforderung, einen Namen zu finden. „Wir haben lange gesucht. Die meisten passenden Namen waren vergeben. ,Speaks‘, sozusagen für ein Bild, das spricht, hatte natürlich gar keine Chance. Da mussten wir einen Kunstnamen nehmen.“ Kurzke und Rüffer haben bei „Speaks“ dann einfach die Konsonanten p und k vertauscht. Das Ergebnis: „Skeaps“.

In Zukunft soll es für die Gratis-App noch einige Erweiterungen geben. Dazu soll auch die Möglichkeit gehören, Fotos aus Verzeichnissen mit Audio-Grüßen zu kombinieren. Das Update wird in drei bis sechs Monaten fertig sein, schätzt Kurzke. Die Erweiterung wird dann einen geringfügigen Betrag kosten. Download der App unter der Adresse „skeaps.com“.

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