Senat beschließt Termin-Shopping

Zum Date ins Geschäft

Schilder wie dieses könnten in der Stadt Bremen in den nächsten Tagen aus einigen Läden verschwinden: Der Senat macht das Termin-Shopping möglich.
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Schilder wie dieses könnten in der Stadt Bremen in den nächsten Tagen aus einigen Läden verschwinden: Der Senat macht das Termin-Shopping möglich.

Seit Monaten sind zahlreiche Geschäfte coronabedingt geschlossen. In den nächsten Tagen werden in der Stadt Bremen Läden wieder öffnen können - fürs ganz intime Einkaufserlebnis.

Bremen – Zum Date ab ins Geschäft: Der rot-grün-rote Bremer Senat hat am Dienstag den Weg fürs Einkaufen in den seit Monaten wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Läden freigemacht. Doch vom „normalen Shoppen“ ist das sogenannte „Date & Collect“ noch weit entfernt, denn es gilt die 1:1-Regel – ein Verkäufer, ein Kunde. Frühestens am Sonnabend könnte das Termin-Shopping starten.

Bremen: Bald „Date & Collect“

In einige anderen Bundesländern wird „Date & Collect“ bereits praktiziert. InBremen hatten insbesondere Handelskammer und City-Initiative darauf gedrungen, das Single-Shopping auch in der Stadt Bremen möglich zu machen. Bremerhaven wird darauf wegen hoher Infektionszahlen noch warten müssen. „Date & Collect“, das funktioniert so: Die Kundin (oder der Kunde) vereinbart mit dem Geschäft seiner Wahl vorab einen Termin für Beratung oder Kauf. Zu dem Date im Laden darf sie/er durchaus Mann, Freund, Tochter, Sohn mitbringen, sofern sie im selben Haushalt leben. Ist das Geschäft zu klein, muss die Kundin allerdings auf Begleitung verzichten. Pro Kunde (und eventuellen Anhang) muss eine Verkäuferin zur Verfügung stehen (1:1-Regel). Bei etwas größeren Geschäften ist es durchaus möglich, dass ein zweiter Verkäufer einen weiteren Kunden zur selben Zeit beraten darf.

„Erfunden“ wurde „Date & Collect“ insbesondere für kleine Einzelhändler wie den Buchladen um die Ecke, das Bekleidungsgeschäft in der Nachbarschaft. Hygiene- und Abstandsregeln gelten auch beim Termin-Shopping. Zudem muss eine Namensliste zur Nachverfolgung geführt werden. Frühestens könnte das Single-Shopping in der Stadt Bremen am Sonnabend, 6. März, möglich werden, vielleicht aber auch erst in der nächsten Woche, hieß es aus dem Wirtschaftsressort. Hintergrund: Die Parlamentarier müssen noch ihr Okay geben.

Kritik von der Bremer FDP: Realitätsfremd

Kritik an der Regelung, die auch beim Bund-Länder-Gespräch am Mittwoch auf der Agenda stehen soll, kam von der Bremer FDP, die das Konzept für „realitätsfremd und wirtschaftsfeindlich“ hält. „Welcher Unternehmer wird sein Geschäft für eine winzig kleine Anzahl von Kunden und einen entsprechenden Mini-Umsatz öffnen, wenn er sich ausrechnen kann, dass er durch die Öffnung mehr Geld verliert, als wenn das Geschäft geschlossen bleibt?“, sagte der stellvertretende FDP-Landeschef Volker Redder.

Der Senat hat zudem Maßnahmen beschlossen, die die Attraktivität der Stadtteilzentren nach einem Ende des Lockdowns erhöhen sollen. 1,2 Millionen Euro wurden dafür lockergemacht. Eingesetzt werden soll das Geld in den Stadtteilzentren Vegesack, Viertel, Blumenthal, Burglesum, Findorff, Gröpelingen, Horn-Lehe, Neustadt, Osterholz, Walle, Woltmershausen und Hemelingen. Leerstehenden Läden soll neues Leben eingehaucht, das Marketing in den Quartieren verstärkt und die Digitalisierung ausgeweitet werden.

Themenwechsel hin zum Impfen: Im Land Bremen sind bislang 37 725 Menschen geimpft worden, 21 282 zweimal. 31 134 der Geimpften stammen aus der Stadt Bremen.

Corona: 78 neue Infektionen

Zu den Zahlen: Die Corona-Infektionen sind am Dienstag im Land Bremen um 78 auf 18 149 seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Das teilte das Gesundheitsressort am Abend mit. 71 Fälle gab es in der Stadt Bremen, wo der Inzidenzwert auf knapp 56 stieg (Bremerhaven: 211).

Ein weiterer Mensch mit dem Virus ist gestorben, bisher 348. Aktuell sind dem Ressort 839 Infizierte bekannt. 147 Covid-19-Patienten werden in Kliniken behandelt, 30 auf Intensivstationen. 46 der 147 Patienten kommen aus dem Umland, hieß es aus dem Ressort.

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