Senat setzt auf Nachwuchsarbeit

Ausbildungsplätze in Bremen aufgestockt

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Die Zahl der Ausbildungsplätze im Bereich von Justizverwaltung und Justizvollzug (hier der Abschlussjahrgang 2018) ist von 23 auf 66 Plätze erhöht worden.

Bremen - Der Bremer Senat hat am Dienstag die Ausbildungsplanung beschlossen. Diese sieht im Vergleich zum Vorjahr eine Aufstockung der Plätze vor. Land und Stadtgemeinde Bremen planen in diesem Jahr insgesamt 784  Auszubildende einzustellen (2018: 646 Plätze). Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) kommentiert: „Wir brauchen eine größere Anzahl von Nachwuchskräften, um auch in Zukunft einen guten Bürgerservice anbieten zu können. In den kommenden Jahren werden im bremischen öffentlichen Dienst zahlenmäßig starke Jahrgänge in den Ruhestand gehen.“

Erstmalig werden in diesem Jahr 13 Anwärter eingestellt, die in dem dualen Studiengang „IT Management, Consulting und Auditing“ an der Fachhochschule in Wedel bei Hamburg studieren und ihre berufspraktischen Studienzeiten in bremischen Dienststellen absolvieren werden. „Vor dem Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die den Prozess begleiten und unterstützen“, sagt die Finanzsenatorin.

Außerdem werden in diesem Jahr 200 Polizeikommissar-Anwärter eingestellt, 40   mehr als im Vorjahr. Die Ausbildungsplätze bei der Feuerwehr steigen auf insgesamt 20, sechs mehr als 2018. Kräftig erhöht werden die Ausbildungszahlen auch im Bereich der Justizverwaltung und des Justizvollzugs - von 23 Plätzen im Jahr 2018 auf 66 in diesem Jahr.

In der Steuerverwaltung werden erneut 57 Azubis eingestellt. „Damit haben wir unsere Ausbildungskapazität voll ausgereizt. Mehr geht nicht“, so Linnert. 80 Ausbildungsplätze werden zusätzlich in verschiedenen anerkannten Ausbildungsberufen angeboten. Das Spektrum reicht von der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste bis hin zur Ausbildung zum Vermessungstechniker.

Neben den jetzt vom Senat beschlossenen Einstellungen in die Ausbildung soll das Projekt „Zukunftschance Ausbildung“ für junge geflüchtete Menschen mit 130  Plätzen in diesem Jahr fortgeführt werden. Es beginnt mit einer einjährigen Einstiegsqualifizierung,

„Der öffentliche Dienst soll so vielfältig wie unsere Gesellschaft sein“, sagt die Bürgermeisterin. Deshalb verfolgt der rot-grüne Senat weiterhin das Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund für eine Ausbildung und Tätigkeit im öffentlichen Dienst zu interessieren und zu gewinnen. Linnert: „Die besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse von Zugewanderten, wie zum Beispiel ihre Mehrsprachigkeit, sind ein Gewinn für die Verwaltung und ihre Kunden.“

je

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