Schäden an historischer Bausubstanz

Schlachte-Arkaden werden gesperrt

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Grund für die Sperrung sind Schäden an der historischen Bausubstanz.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Arkaden an der Schlachte müssen teilweise gesperrt werden. Das hat das Bremer Bauressort am Freitag mitgeteilt. Grund für die Maßnahme sind Schäden an der historischen Bausubstanz. Nach Pfingsten – am Dienstag, 17. Mai, nämlich – werden die ersten drei Arkadenbögen auf der westlichen Seite aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Grund für die Sperrung sind Schäden an der historischen Bausubstanz.

Und zwar „mit Sicherheit bis Herbst“, wie Thomas Sauer, Abteilungsleiter Brücken- und Ingenieurbau beim Amt für Straßen und Verkehr (ASV), auf Nachfrage erklärte. Zusätzlich zur Sperrung der Bögen wird die Fläche oberhalb der Arkaden ebenfalls gesperrt. Das 1978 aufgestellte „Windobjekt“ des Bildhauers Hein Sinken in Sichtweite der Wilhelm-Kaisen-Brücke muss vorübergehend abgebaut werden, um – wie es weiter hieß – „eine maximale Entlastung des Bauwerks zu erreichen“.

Eine akute Einsturzgefahr besteht allerdings nicht. Der Flohmarkt muss morgen, Sonnabend, nicht eingeschränkt werden. Die Standplätze unter den Arkaden sind beliebt.

Die Arkaden selbst sind ein Überbleibsel des einst regen Hafenbetriebs an der Schlachte. Erbaut 1857, dienten sie einst als Unterbau für eine Kranbahn, auf der bis zu drei Kräne die Fracht aus den Schiffen zu den dahinter liegenden Zollschuppen transportierten.

In den vergangenen zehn Jahren hatte das Amt für Straßen und Verkehr immer wieder Schäden, die durch Setzungen der Bausubstanz bedingt waren, beheben müssen. Auch aufgrund fehlender baulicher Unterlagen stand das Bauwerk daher in den zurückliegenden Jahren vorsichtshalber unter erhöhter Beobachtung – mit regelmäßigen Bauwerksprüfungen durch das ASV.

In den vergangenen drei Monaten wurden verstärkt Setzungen am Bauwerk festgestellt, die jetzt eine genauere Ermittlung der Ursachen erforderlich gemacht haben. Durch Probeschachtungen am Bauwerk wurde festgestellt, dass die auf Holzpfählen gegründete Uferwand der Arkaden teilweise hohl aufliegt, da die Köpfe der Holzpfähle abgefault sind. „Der Zeitpunkt ist da. Jetzt müssen wir da ran und was tun“, so Thomas Sauer.

Für die Instandsetzung der Arkaden wird das ASV zunächst weitere Untersuchungen anstellen und auf dieser Grundlage ein Sanierungskonzept erarbeiten. Eine belastbare zeitliche Einschätzung der Sanierungsdauer könne derzeit noch nicht gegeben werden, hieß es weiter.

Wenn alles erledigt ist, soll auch das „Windobjekt“ von Hein Sinken (1914 bis 1987) wieder an seinen Platz kommen. Der Bildhauer war unter anderem mit kinetischen Kunstwerken bekanntgeworden. Drei Masten, drei Flügel, alles aus Edelstahl und etwa zehn Meter hoch – Wind und Wetter schaffen aus dieser Kombination immer wieder neue Bilder.

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