Abschiebung nach Algerien

Bremen wird zweiten Gefährder los

Bremen - Bremen ist den zweiten von drei Männern los, die die Sicherheitsbehörden als Gefährder einstufen. Es handelt sich nach Angaben des Innenressorts um einen 25-Jährigen, der am Mittwoch in sein Heimatland Algerien abgeschoben wurde.

Der Mann saß aufgrund mehrerer Straftaten, so Rose Gerdts-Schiffler am Donnerstag, Sprecherin des Innenressorts, zunächst in Untersuchungshaft, seit Juni in Abschiebehaft. Er wurde von den Sicherheitsbehörden als gefährlich eingestuft mit engen Kontakten zu algerischen Islamisten. Er soll sich mit 20 Aliasnamen an verschiedenen Orten in Europa aufgehalten haben. 

Gemeinsam mit dem dritten Gefährder, dem Algerier Oussama B., soll der 25-Jährige laut Gerdts-Schiffler unter anderem in einer Bremer Moschee den Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz verherrlicht haben. B. sitzt weiter in Abschiebehaft. Ein erster als gefährlich eingestufter junger Mann (18) war vor wenigen Wochen nach einigem Hin und Her nach Russland abgeschoben worden.

Bereits am 12. Oktober schob das Migrationsamt mit Unterstützung der Polizei einen jungen Intensivtäter aus der Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA) nach Algerien ab. Laut Innenressort gilt der 23-Jährige als Intensivtäter. Er sei 2015 als angeblich minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. In Bremen fiel er wegen bandenmäßigen Diebstahls, Wohnungseinbruchs, Taschendiebstahls, gefährliche Körperverletzung und Rauschgiftdelikten auf und kam schließlich in Haft, wie es heißt. Ermittlungen ergaben, dass er vier Jahre älter als angegeben ist. 

gn

Rubriklistenbild: © dpa

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