Verdacht auf Erschleichung von Zulagen

Interne Ermittlungen gegen Bremer Sprengstoff-Entschärfer

Bremen - Von Viviane Reineking. Mindestens drei Sprengstoffentschärfer der Bremer Polizei stehen im Verdacht, bei Einsätzen Zulagen falsch abgerechnet und zu Unrecht erschlichen zu haben. Das teilte eine Polizeisprecherin am Freitag mit.

Wie die Sprecherin weiter sagte, seien die Beamten in andere Abteilungen versetzt und mit anderen Aufgaben betraut worden. Die Beamten seien Mitglieder einer Spezialeinheit gewesen, die auch Aufgaben als Entschärfer wahrgenommen habe. Wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage sagte, handelt es sich bei Zulagen allgemein um gefahrene Kilometer und um Gefahrenzulagen, die unterschiedlich hoch ausfallen können. Laut Mitteilung der Polizei waren Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen im Rahmen von standardmäßigen Überprüfungen interner Abläufe aufgefallen. Diese Erkenntnisse seien umgehend an das Referat Interne Ermittlungen beim Innensenator zur Aufnahme der Ermittlungen weitergegeben worden, heißt es. 

Bei den Beamten soll es sich nach Angaben von Oberstaatsanwalt Frank Passade um drei im Dienst befindliche Beamte sowie um einen ehemaligen Beamten in Pension handeln. Weitere Angaben machte er mit Verweis auf das Referat Interne Ermittlungen zunächst nicht. Wie viele Entschärfer es insgesamt in den Reihen der Bremer Polizei gibt, darüber wollte die Polizei auf Nachfrage keine Auskunft geben. Personalstärken würden generell nicht öffentlich gemacht, so die Sprecherin. Es seien aber nach wie vor ausreichend Kollegen für die Sprengstoffentschärfung vorhanden.

Rubriklistenbild: © dapd

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