Polizei nimmt zwei Männer nach Mordversuch fest

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Bremen - Nach intensiven Ermittlungen nahm die Polizei einen 20 und einen 25 Jahre alten Mann fest. Ihnen wird vorgeworfen, am 2. Januar in der Bremer Innenstadt und in Findorff zwei Passanten rücksichtslos und brutal überfallen und einen dabei mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben. Gegen beide wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.

Die beiden Täter waren am Hauptbahnhof und suchten sich gegen 22 Uhr einen 31 Jahre alten Mann aus China als Opfer eines Raubüberfalls aus. Sie folgten ihm bis in die Wallanlagen Am Wandrahm. Mit vorgehaltenem Messer forderten die Männer die Herausgabe von Bargeld und Handy. Der 31-Jährige verstand sie nicht, er sprach kein Deutsch, wendete sich ab und ging weiter. Daraufhin stieß einer der Täter dem Mann von hinten mit dem Messer in den Rücken. In diesem Moment hielt eine Autofahrerin an, machte sich laut bemerkbar und rief ein Taxi für den Chinesen. Die Angreifer flüchteten. Das Opfer hatte Glück im Unglück. Erst im Hotel bemerkte er, dass die Klinge zwar seinen Rucksack samt Inhalt beschädigte, aber ihn nicht verletzte. Er ging erst einige Tage später in Berlin zur Polizei und erstattete dort Anzeige.

Die 20- und 25-Jährigen zogen unverrichtender Dinge wieder zum Hauptbahnhof und hielten Ausschau nach dem nächsten Opfer. Gegen 23 Uhr folgten sie einem 28 Jahre alten Bremer in die Unterführung der Straße Kaufmannsmühlenkamp. Hier sprachen sie ihn an und forderten auch von ihm Geld und Telefon. Der 28-Jährige ignorierte es und schubste das Duo weg. Einer der Täter stach daraufhin dreimal in den Rücken des Opfers ein. Anschließend flüchteten sie. Der Bremer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Nach den Taten liefen die Ermittlungen der Bremer Mordkommission auf Hochtouren. Zeugenbefragungen, Spurenauswertungen und Lichtbildvorlagen in Barcelona (hier lebt der Chinese), folgten. Im November führte eine Spur zu dem 20-jährigen Bremer. Am 5. Dezember durchsuchten daraufhin Spezialkräfte der Polizei seine Wohnung in Gröpelingen, trafen ihn aber nicht an. Da er sich in der Vergangenheit häufig im Bahnhofsmilieu aufhielt, wurde die Fahndung intensiviert. Eine Zivilstreife der Bundespolizei erhielt Kenntnis, entdeckte den 20 Jahre alten Intensivtäter und konnte ihn noch am selben Tag im Bremer Hauptbahnhof festnehmen.

In den Vernehmungen räumte er die Taten ein. Die Befragungen führten auch gleich zu seinem Komplizen. Der 25-Jährige wohnte mittlerweile in München. Nach einer Zielfahndung konnte er von Spezialkräften am 12. Dezember in der Bayerischen Landeshauptstadt verhaftet und anschließend nach Bremen überführt werden. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Polizei Bremen sucht immer noch nach der Autofahrerin, die dem Chinesen am Abend des 2. Januar geholfen und ein Taxi gerufen hat. Sie wird als Zeugin benötigt. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362-3888 entgegen.

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