Verdächtige gestehen Zerstückelung eines 46-Jährigen

Bremer Polizei findet vergrabene Leichenteile

Fortschritt im Mordfall eines 46 Jahre alten Bremers? Zumindest hat die Polizei jetzt vergrabene Leichenteile gefunden. Wo, das blieb offen.
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Fortschritt im Mordfall eines 46 Jahre alten Bremers? Zumindest hat die Polizei jetzt vergrabene Leichenteile gefunden. Wo, das blieb offen.

Im Bremer „Mordfall ohne Leiche“ scheint die Polizei ein ganzes Stück vorangekommen zu sein: Die Ermittler haben vergrabene Leichenteile entdeckt.

Bremen – Es deutet einiges darauf hin, dass die Ermittler Fortschritte im „Mordfall ohne Leiche“ gemacht haben. Im Zusammenhang mit dem ungeklärten Verschwinden eines 46 Jahre alten Bremers sind Leichenteile gefunden worden. Das bestätigte auf Nachfrage Oberstaatsanwalt Frank Passade. Klarheit darüber, ob es sich dabei um die Überreste des Mannes aus der Neustadt handelt, soll eine DNA-Analyse geben.

Diese Analyse übernimmt das Institut für Rechtsmedizin in Bremen. Dafür braucht es nicht nur Proben der in der vergangenen Woche gefundenen Leichenteile, sondern auch Vergleichsproben des 46-Jährigen. Daher werden sich die Ermittler mindestens mehrere Tage gedulden müssen, bis sie erfahren, ob es sich um den seit April 2020 verschwundenen 46-Jährigen handelt. Angaben zum Fundort der Leichenteile wollte Passade nicht machen, ebensowenig dazu, auf welche Art und Weise der Mann getötet worden ist.

Leichenteile gefunden: DNA-Analyse soll Klarheit bringen

Ende Oktober hatte die Bremer Polizei eine großangelegte Suchaktion auf einem Acker in Posthausen-Wümmingen gestartet, unterstützt vom Bundeskriminalamt. Bagger trugen die Erdschichten ab, Spürhunde waren im Einsatz. Als Polizei und Staatsanwaltschaft den Mordfall Anfang November öffentlich machten, fehlte von der Leiche noch jede Spur, wie es hieß. Ob die Leichenteile nun auf besagtem Grundstück in Posthausen, in der Nähe oder an einem ganz anderen Ort gefunden wurden, dazu wollte Passade keine Angaben machen. Er bestätigte jedoch, dass es aus dem Kreis der Mordverdächtigen Hinweise auf mehrere Grundstücke gegeben habe. Und, das ist neu, alle drei Bremer (31, 38 und 40 Jahre alt), die wegen des Verdachts auf gemeinschaftlichen Mord in Untersuchungshaft sitzen, hätten gestanden, die Leiche des 46-Jährigen zerstückelt und vergraben zu haben. Zwei der Männer sollen Mieter des Mannes gewesen sein.

Drei Verdächtige in Untersuchungshaft

Der Deutsche soll bereits seit April 2020 tot sein. Einer der drei deutschen Verdächtigen sei mit ihm in Streit geraten. Man habe ihm die EC-Karte abgenommen, die PIN erpresst und 1 000 Euro abgehoben. Schließlich sollen alle drei Männer an der Tötung des Neustädters „mitgewirkt“ haben. Mit dessen Handy, so der Oberstaatsanwalt, habe das Trio den Angehörigen des alleinstehenden Bremers Nachrichten geschickt, so dass diese ihn erst im November 2020 als vermisst meldeten. Da war der 46-Jährige nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen bereits seit sieben Monaten tot, seine Leiche zerteilt und vergraben.

Hinweise einer weiteren Person vor wenigen Wochen ließen den Fall plötzlich vom Vermissten- zum möglichen Mordfall ohne Leiche werden. Ein Verdächtiger (31) kam in Untersuchungshaft, die beiden anderen Mitte Oktober. Die Suche nach Leichenteilen dauert an, bestätigte Passade. Seinen Angaben zufolge sind noch nicht alle Teile gefunden.

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