Informationen auf die Ohren

Von Nerdkram bis Politik: Diese Podcasts haben ihren Ursprung in Bremen

Bremer Politik aus der Sicht eines 16-Jährigen, nerdige Themen über die Metal-Szene und Mittelerde oder ein Blick auf die Geschichte der Uni Bremen. All das bieten Podcasts aus Bremen.

Es gibt sie zu allen Themen, von Stars, Sternchen und weniger bekannten Menschen, sie können eine Minute lang sein oder zwei Stunden, und um sie zu konsumieren, muss man sich meist nicht mal bewegen: In der Welt der Podcasts ist alles möglich. Doch was schallt eigentlich aus den Mikrofonen Bremens in unsere Lautsprecher?

Bundesland:Bremen
Fläche:326,7 km²
Bevölkerung:567.559 (31. Dez. 2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Das Konzept von Podcasts ist eigentlich einfach: Ein Autor erstellt nacheinander verschiedene Audiodateien oder Videos, in denen er sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt. Diese einzelnen Folgen können aufeinander aufbauen oder verschiedene Themen nach dem gleichen Konzept behandeln. Die einzelnen Folgen sind in irgendeiner Form miteinander verknüpft. Die Hörerschaft hat oft die Möglichkeit, die einzelnen Episoden zu abonnieren und wird so in meist regelmäßigen Abständen mit neuem Material versorgt.

Podcasts aus Bremen erreichen mehrere tausend Hörer - und geben überaus vielfältig Inhalte wieder.

Egal welches Interesse man hat, es ist unwahrscheinlich, dass es nicht mindestens einen Podcast dazu gibt. Das Erstellen der in Serie erscheinenden Audiodateien ist selbst mit einem Smartphone schon möglich. Aufnehmen, vielleicht ein wenig zurechtschneiden und hochladen. Natürlich ist das Ergebnis ein anderes, als wenn man in einem professionellen Studio sitzt, aber hören lässt sich das Ergebnis trotzdem. Aus der Masse des Programms stechen aber natürlich immer wieder einzelne Ideen heraus, die entweder den Nerv der Zeit treffen oder besonders gut ein bestimmtes Interessengebiet bedienen.

Eine Umfrage des Digitalverbands Deutschlands Bitkom hat gezeigt, dass jeder Dritte Verbraucher in Deutschland zumindest selten Podcasts hört. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Vierte. Acht Prozent der Befragten hören mindestens einmal am Tag einen Podcast. Wenig überraschend dürfte sein, dass in diesem Jahr Angebote, die sich mit dem Thema Coronavirus beschäftigen, besonders häufig genutzt werden. Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei sind 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt worden.

Podcasts: Raus aus der Nische und auf den Erfolgskurs

Bestes Beispiel für das Treffen des Zeitnervs ist der NDR-Info-Podcast mit dem Virologen Christian Drosten. Zweimal pro Monat berichtet Drosten darin im Wechsel mit einer Kollegin über die aktuellen Entwicklungen und den Stand der Forschung. Er gibt ein „Coronavirus Update“. Drosten hat für seine Mitwirkung nun auch den Sonderpreis des Deutschen Radiopreises verliehen bekommen. Dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité sei es gelungen, „komplexe naturwissenschaftliche und epidemiologische Zusammenhänge allgemeinverständlich darzulegen“, heißt es in der veröffentlichten Begründung des Beirats, der diesen Sonderpreis vergeben hat.

Der preisgekrönte NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ mit Christian Drosten ist aus der Sommerpause zurück.

Neben überregionalem Programm gibt es natürlich Podcasts, die sich mit lokalen Themen beschäftigen. Solche finden sich auch für und aus Bremen. Viele Podcasts stammen aus privaten Händen, aber immer mehr professionelle Produzenten entdecken das Format für sich. So ist es nicht verwunderlich, dass Radio Bremen gleich mit mehreren Themen und Titeln in die Welt hinaus schallt. Seit einiger Zeit ist auch der Weser Kurier mit „Hinten links im Kaiser Friedrich“ am Start. Darin unterhalten sich Chefredakteurin Silke Hellwig und Journalist Wigbert Gerling über aktuelle bremische Politik. (Mirja Mader)

Podcasts made in Bremen: Weniger bekannt, aber nicht weniger interessant

Ein Podcast, der sich zwar weniger mit Bremen selbst beschäftigt, dafür aber aus dem Mikrofon eines Bremers schallt, ist das Format „Telefonbuch Spontan" von dem Bremer Medienschaffenden Marcel Kück. Durch verschiedene Jobs vom Pagen im Park Hotel über ein Praktikum bei einer TV-Produktionsfirma bis hin zur Arbeit als Reporter für ARD-Sendung Cosmo haben sich in seinem Telefonbuch Namen verschiedener bekannter Persönlichkeiten und interessanter Menschen angesammelt. In den Episoden seines Podcasts telefoniert er diese durch und führt Gespräche, von denen er selbst vorher nicht genau weiß, wo sie hinführen werden.

Dass es den Podcast nun gibt, hänge auch ein wenig mit dem Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen zusammen. „Ich habe schon lange gedacht, dass ich mal einen Podcast machen muss. Es gibt aber schon so viele“, sagt Marcel Kück. Unter den vielen verschiedenen Formaten ist es auch nicht neu, dass sich zwei Personen über ein bestimmtes Thema austauschen. „Ich dachte mir: ‚Ruf doch deine Gesprächspartner spontan an‘“, erklärt er die Idee hinter „Telefonbuch spontan“. (Mirja Mader)

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Moderator Malte Janssen: „Aufregung habe ich mir abgewöhnt!“ Telefonbuch Spontan #7 #Bremen kennt ihn genauso wie #Hamburg sein #Franzbrötchen: Moderator und „Bremen Vier“- Gesicht Malte Janssen. Während er beruflich mit Menschen wie #KatyPerry und #EdSheeran zu tun hat, hilft der gebürtige Bremer in seinem Privatleben auch gerne mal bei der Rettung gestrandeter #Wale. Der Mann für alle Fälle beim Mann für gute Unterhaltung – Folge sieben von „Telefonbuch Spontan“. ▶️Checkt Telefonbuch Spontan auf allen bekannten Streaming-Portalen! ◀️🎉🎊 LINK IN BIO🤙 #TelefonbuchSpontan #MalteJanssen #MarcelKueck #BremenVier #Podcast #Socialmedia #Moderator #Bremen4 #Hamburg #Radio #Radiomoderator #Stars #backstage #Spotify #Work #fun #Talk #Gespräch @bremenvier @marcel_kueck @telefonbuchspontan @malte_janssen #deezer #IGTV #applepodcast #itunes

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Wen er anruft, entscheide er spontan: „Ich scrolle durch mein Telefonbuch. Das kann schon mal zehn bis 20 Minuten dauern, aber ich rufe dann Kontakte an, von denen ich weiß, die könnten etwas zu erzählen haben“, sagt er. Bislang habe noch keiner, den er angerufen hat, abgelehnt. „Ich warte eigentlich noch darauf, aber sie sind alle so höflich, dass sie nicht ablehnen. Ich sage ihnen vorher nichts, denn ich möchte, dass sie überrascht sind", sagt Kück. Er rufe aber auch Kontakte an, zu denen er einen guten Draht hat und wisse, dass er gute Chancen habe, dass sie nicht einfach wieder auflegen.

In der aktuellsten Folge vom 26. August hat Marcel Kück zum Beispiel Bremen-Vier-Moderator Malte Janssen an der Strippe, den er zum Feierabend angerufen hat. Die darauffolgende Episode ist auch bereits aufgenommen: „Ich habe mit Joy Gruttmann telefoniert, die ich schon ewig kenne“, sagt er. Ihre Stimme war es, die „Schnappi, das kleine Krokodil“ besungen hat und 2004 zum Hit machte. Mittlerweile ist sie 24 und hat sicher einiges zu erzählen.

In seinem Podcast ruft Marcel Kück spontan Kontakte aus seinem Telefonbuch an.

Was Marcel Kück macht, wenn er die Prominenten in seinem Telefonbuch durchtelefoniert hat? Darüber mache er sich gar keine Gedanken. „Man lernt immer wieder Leute kennen und irgendetwas ergibt sich immer. Ich habe ja auch noch andere Kontakte, die vielleicht nicht prominent, aber ja trotzdem interessant sind", sagt er.

Hensel und Bremen: Aus der Not einen Podcast gemacht

Nicht nur aus der Stadt, sondern auch über die Stadt ist der Podcast „Hensel und Bremen“. Darin unterhalten sich der Journalist Tobias Hensel und Kulturmanager Timo von den Berg über das aktuelle Geschehen in - der Name mag es bereits verraten - Bremen. Zu Beginn hätten sie sich wie Kinder am Kassettenrekorder gefühlt, sagt Timo von den Berg, der die Idee zu dem Podcast hatte. Er selbst hört gerne Podcasts, in denen sich Menschen unterhalten und hatte das Gefühl, dass es einen geben sollte, in dem es um Bremen geht. „Mein Ziel war es, gar nicht dabei zu sein, sondern jemanden zu finden, der so einen Podcast macht“, sagt er. Gefunden hat er keinen, also hat er die Umsetzung der Idee gemeinsam mit Tobias Hensel einfach selbst in die Hand genommen.

„Wir sprechen über das, was uns interessiert. Politik, Kultur, Fußball. Wir erarbeiten Themen, reden aber vor der Aufnahme nicht zulange darüber. Sonst werden die Vorgespräche interessanter, als der Podcast. Wir reden mit Plan drauflos“, erklärt der Kulturmanager das Konzept. Meist senden die beiden vom Sofa aus, doch für Gesprächspartner wie Bürgermeister Andreas Bovenschulte, mit dem sie über das Coronavirus und Punkrock gesprochen haben, verlassen sie das heimische Wohnzimmer auch schon mal. (Mirja Mader)

Aus der Stadt über die Stadt: Tobias Hensel und Timo von den Berg reden mit einem groben Plan einfach drauf los.

So saßen sie auch schon mit Silke Hellwig und Wigbert Gerling zusammen, um ihnen scherzhaft vorzuwerfen, sie würden nur über Vergangenes reden und seien daher ein Geschichtspodcast. Auf diesen Vorwurf würden sie in „Hinten links im Kaiser Friedrich“ nun in jeder Folge Bezug nehmen, sagt von den Berg mit ein wenig Stolz und einem Grinsen in der Stimme.

Zwischen 50 und 300 Zuhörer hören sich die Folgen der beiden Bremer an. Besonders erfolgreich sind aber die Sonderfolgen von „Hensel und Bremen“, die unter dem Titel „SV Atlas international“ laufen und sich mit dem SV Atlas Delmenhorst beschäftigen, erklärt von den Berg. Sie seien die einzigen, die sich mit dem Regionalligisten in einem Podcast beschäftigen. „Da haben wir innerhalb kürzester Zeit eine wichtige Rolle eingenommen.“

Metal, Nerdkram und Anekdoten: Geschichten aus dem Kabuff

Raphael und Malte haben sich über die Deutsche Tolkien Gesellschaft kennengelernt. Nachdem sie mehrfach zusammen bei der Abschlussveranstaltung des jährlichen „Tolkien Thing“ Anekdoten aus ihrem Leben vor den Anwesenden erzählt haben, entwickelte sich auch nach und nach die Idee zum Podcast. Der finale Anstoß sei schließlich das Coronavirus gewesen. „Wir sprechen über Hörspielserien aus unserer Kindheit, technische Themen, Musik und auch aktuelle Themen. Das Wichtigste ist uns aber, dass wir eine gute Zeit und Gesprächsdynamik haben“, sagt Raphael.

Im Podcast „Kabuffgeschichten“ unterhalten sich Malte und Raphael über Musik, Hörspiele und was gerade so anliegt.

Malte sei früher auch am „TolkCast“, dem Tolkien-Podcast, beteiligt gewesen. Das sei ihm zeitlich aber zu viel geworden, erzählt Raphael. Die „Kabuffgeschichten“ erscheinen einmal im Monat, immer am ersten Sonntag. Jede Folge dauert rund eine Stunde. „Wir haben im Frühjahr gesagt, wir können was zusammen machen, haben uns dann online besprochen und dann einfach aufgenommen“, sagt Raphael. Die erste Folge erschien im Mai. Seit Ende Juli sind die beiden nun auch auf Spotify zu hören, da hätten sie sich aber erst „einlesen“ müssen. Eine Homepage ist ebenfalls in Arbeit, die die Hörer künftig mit zusätzlichen Informationen versorgen soll.

„Die Themen müssen gar nicht krass sein und nicht die breite Masse erreichen. Es geht uns nicht um Klicks“, erklärt Raphael, der selbst für ein Online-Metal-Magazin schreibt und in einer Metalband spielt. Malte arbeitet als Techniker bei Radio Bremen und kann sein technisches Wissen nicht nur aktiv einsetzen, sondern es auch thematisch behandeln. Raphael bringt hingegen seinen musikalischen Hintergrund ein. So soll es beispielsweise demnächst um die Metal-Szene in Bremen gehen. Gemeinsame Interessen, nicht nur an Themen rund um Mittelerde, runden die Themenauswahl des Podcasts ab. Dazu noch die ein oder andere Anekdote aus dem Leben und schon gibt es eine neue Folge „Kabuffgeschichte - Metal, Nerdkram, Anekdoten“. (Mirja Mader)

„Business meets Bremen“

Im Podcast „Business meets Bremen“ führt der 16-jährige Leonard Geßner wöchentlich Gespräche mit Bremerinnen und Bremern aus Wirtschaft und Politik. Die ersten drei Folgen sind schon zu hören - darunter Bremens Bürgermeister, Andreas Bovenschulte.

Der Schüler will mit seinem Podcast ein »breites Publikum« ansprechen. Bislang kommen nur Männer zu Wort, doch auch weibliche Vertreterinnen sollen im Podcast interviewt werden. Der junge Mann will besonders Unternehmende und Gründende erreichen, die sich von den Geschichten und Gesprächen inspirieren lassen können. Denn inhaltlich geht es um Unternehmensgründung und Unternehmensführung, den Einfluss von Landespolitik auf die wirtschaftliche Entwicklung, Veränderungen durch das Corona-Virus und um die Unternehmen seiner Gäste. 

Leonard Geßner ist 16 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Bremen. Er arbeitet neben der Schule als freier Journalist. 2018 startete er seine eigene YouTube-Serie, in der er u.a. Jens Spahn, Katrin Göring-Eckardt, Alice Weidel, Christian Lindner, Katja Kipping und Svenja Schulze interviewte. (Maria Sandig)

Entspannung und Wissen vereint: Bremerin entführt Hörer zu bremischen Orten

Mit dem Podcast von Nina Positivchen können sich die Zuhörer eine Auszeit genehmigen. Neben Entspannung und Wohlfühlzeit erwartet die Hörer dieses Podcasts auch eine große Ladung bremischer Themen. Die Moderatorin nimmt ihre Zuhörer mit an verschiedene Orte in Bremen: zum Riensberg-Friedhof, ins Bremer Rathaus oder zum Flughafen. Die Podcasterin erzählt wissenswerte und geschichtliche Hintergründe zu den einzelnen Stationen. (Maria Sandig)

Geschichten aus dem Altbau: Gruselpodcast aus Bremen

Jeden zweiten Freitag treffen wir uns in einem klassischen Altbremer Haus und erzählen uns gegenseitig Geschichten. Und diese Geschichten haben es in sich. Es geht um Grusel, Horror und mysteriöse Vorkommnisse. Ob an den Spukgeschichten etwas Wahres dran ist oder alles nur frei erfunden, wissen wir selbst nicht voneinander. Wir hören beide zum ersten Mal, gemeinsam mit euch, die Geschichte des jeweils anderen. Die Auflösungen dazu gibt es immer zwei Wochen später in der Folgeepisode. Es bleibt also spannend. 

Hinter dem Bremer Gruselpodcast stecken Josch und Christoph, beide sind 30 Jahre alt. Mit der Faszination für Grusel und Mystery habe alles während des gemeinsamen Studiums an der Bremer Uni angefangen. „Dort haben wir uns kennengelernt und uns unseren Podcast ausgedacht. Das Schreiben gehörte bis dato eigentlich nicht zu unseren Stärken, aber es macht uns total viel Spaß und irgendwie scheinen wir uns ja ganz passabel zu schlagen“, schreiben Sie auf Ihrem Blog. (Maria Sandig)

Ehemalige sprechen mit aktuellen Studierenden darüber, was fünf Jahrzehnte Uni Bremen geprägt hat

In diesem Jahr feiert die Universität Bremen ihr 50-jähriges Bestehen. In fünf Jahrzehnten haben ihre Studierenden vieles miterlebt und die Uni vieles mit ihren Studierenden. „Die Aufarbeitungen, die es bislang zur Geschichte der Uni gibt, erzählen vor allem von Männern, die die Uni mit dem Technologiepark auf den richtigen Pfad und zur Auszeichnung als Exzellenz-Universität brachten“, sagt Lea Bussas.

Gemeinsam mit Luise Eckardt, Inga Kemper und Lennart Edel studiert sie in Bremen Geschichte. Durch ein Seminar zur Geschichte der Uni hätten sie sich auch mit dem Thema Protest an der Universität beschäftigt. Daraus sei auch die Idee für den Podcast entstanden, erzählt Luise Eckardt. Die vier waren der Ansicht, dass bei der Erzählung nur selten die Personen berücksichtigt werden, die die Universität prägten und veränderten. Im Podcast „Wir sind die Uni – 50 Jahre Aktivismus an der Universität Bremen“ lassen sie daher Ehemalige aus fünf Jahrzehnten in fünf verschiedenen Folgen zu Wort kommen.

Der Podcast “Wir sind die Uni - 50 Jahre Aktivismus an der Universität Bremen“ blickt auf die Geschichte der Universität aus der Perspektive ihrer Studierenden.

Die Entscheidung für dieses Format war schnell getroffen. „Podcasts erreichen meiner Ansicht nach mehr junge Menschen, Studierende halt. Interviews mit Zeitzeug*innen können so recht einfach verfügbar gemacht werden“, erläutert Luise Eckardt. Ziel sei es gewesen, einen Podcast von Studierenden für Studierende zu machen. Die vier knüpften daher eigenständig Kontakt zu Ehemaligen.

„Wir kennen Studierende, deren Eltern bereits in Bremen studiert haben und dann hat sich das Projekt auch herumgesprochen. Dadurch haben wir viel Input bekommen“, erzählt Eckardt. Gemeinsam recherchierten sie zu den wichtigsten und besonders prägenden Themen der jeweiligen Dekade. Neben den Interviews gibt es Informationen zur Entwicklung der Uni sowie Ausschnitte aus Medienberichten, die das Gesagte in den geschichtlichen Kontext stellen. 

Wir waren in unserem Projekt nicht an Richtlinien eines Seminars oder einer Prüfungsordnung gebunden und konnten alles so machen, wie es uns passt. Dadurch ist es wirklich ein Podcast von Studis für Studis geworden.

Luise Eckardt, Geschichtsstudentin und Produzentin des Podcasts „Wir sind die Uni“

Die erste Folge der jeweils 20 bis 35 Minuten langen Episoden beschäftigt sich mit der Gründungszeit in den 1970er Jahren und dem Mythos der „roten Reformuni“, kommunistischen Studierendengruppen und der entstehenden Solidarität mit der „Dritten Welt“, kündigen die Geschichtsstudierenden an.

„Niemand von uns hatte vorher Erfahrung mit der Technik, wir haben ein bisschen Hilfe bekommen und uns im Internet über Hostingplattformen informiert“, sagt Eckhardt. Die Arbeit am Podcast ist für die vier mit ihrem Studium gemeinsam abgeschlossen. „Wir sind super zufrieden mit dem Ergebnis, dafür, dass es unser erster Podcast ist und es ist gut, diese Erfahrung gemacht zu haben“, fasst Eckardt das Projekt abschließend zusammen.

„Wir waren in unserem Projekt nicht an Richtlinien eines Seminars oder einer Prüfungsordnung gebunden und konnten alles so machen, wie es uns passt. Dadurch ist es wirklich ein Podcast von Studis für Studis geworden“, fasst Luise Eckardt zusammen. Zu hören gibt es das Ergebnis auf den Plattformen Spotify, Deezer und Podimo sowie auf der Website des Podcasts. (Mirja Mader)

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa & Mirja Mader (Montage: Köhnken)

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