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Bremen: Pendler sollen auf Bahn, Bus und Rad umsteigen

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Von: Thomas Kuzaj

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Bahn und Fahrrad kombinieren – das sollen auch Pendler verstärkt machen.
Bahn und Fahrrad kombinieren – das sollen auch Pendler verstärkt machen. © Kuzaj

Bremen – Mehr Pendler sollen ihr Auto stehen lassen und stattdessen mit Bahn, Bus und Rad fahren. Das ist das Ziel einer gemeinsamen Verkehrsplanung, die Bremen mit dem Kommunalverbund und dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) vereinbart hat. Die gemeinsamen Planungen sollen im Herbst beginnen, hieß es im Anschluss an ein Spitzengespräch.

Am Besprechungstisch waren Bremens Bau- und Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), die Kommunalverbundsvorsitzende Suse Laue sowie der ZVBN-Chef Bernd Lütjen zusammengekommen. „Stadtregionales Verkehrskonzept“ – das ist der Titel der gemeinsamen Bemühungen Bremens und des Umlands.

Zwischen der Stadt Bremen und ihren niedersächsischen Nachbarkommunen pendeln allein im Gebiet des Verkehrsverbunds Tag für Tag „mehr als 90.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte von Niedersachsen nach Bremen und ungefähr 30.000 von Bremen nach Niedersachsen“, fasste ein Sprecher zusammen. 73 Prozent dieser Pendler fahren mit dem Auto, 21 Prozent mit Bus und Bahn und sechs Prozent mit dem Rad.

Mit dem Zug einpendeln, mit dem Rad weiter durch Bremen fahren

Mit dem „stadtregionalen Verkehrskonzept“ wollen die Beteiligten aus Bremen und dem Umland ihre Planungen und Konzepte nun zusammenführen und verbinden. Der Fokus gilt dabei „Maßnahmen für den regionalen Nah- und Radverkehr einschließlich der Verknüpfung der Verkehrsträger“. Wer mit dem Zug nach Bremen einpendelt, fährt in der Stadt mit Bus und Bahn weiter – oder eben auch mit einem (Leih-)Fahrrad, um ein Beispiel zu nennen.

Nun sollen der Nahverkehrsplan des ZVBN, das „Mobilitätskonzept Radverkehr“ des Kommunalverbunds und Bremens Verkehrsentwicklungsplan zusammengeführt werden, um Auto-Alternativen in der Region voranzubringen. „Dabei geht es auch um eine gemeinsame Ausrichtung auf emissionsfreie und klimafreundliche Mobilität und um eine Neuausrichtung des veränderten Mobilitätsverhaltens infolge der Corona-Pandemie“, so wird das Umstiegs-Ziel in einem Papier formuliert.

Senatorin will Pendler „auf das Fahrrad lenken“

„Viele Fragen des Verkehrs in unserer Region können wir nur in der Kooperation miteinander lösen“, erklärte Senatorin Schaefer. „Besonders zur Reduzierung von CO2 müssen wir die langen Strecken in Bremen und umzu umweltfreundlicher gestalten. Mehr Bus und Bahn und bessere Radrouten, Bike and Ride, Park and Ride und Sharing-Angebote sind sinnvoll, um mehr Pendler auf den ÖPNV und auf das Fahrrad zu lenken.“

Die Pendler lenken. . . Suse Laue, die Kommunalverbundsvorsitzende, drückte es so aus: „Wir brauchen klimaverträgliche Mobilitätsangebote, die im Alltag der Pendlerinnen und Pendler praktikabel und verlässlich sind. Als Region müssen und können wir niedersächsisch-bremisch gemeinsam Lösungen finden.“ Und weiter: „Die Integration der fachlichen Konzepte für den Rad- und Nahverkehr liegt inhaltlich absolut auf der Hand.“

Landrat Bernd Lütjen (SPD; Landkreis Osterholz) als Vorsitzender des ZVBN: „Klimafreundliche Mobilität weiter ausbauen – das können wir auf der Grundlage der bereits seit Jahren praktizierten Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften im ZVBN.“ Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sei die von Bremen ausgehende Initiative zur Schaffung eines „stadtregionalen Verkehrskonzepts“ – gemeinsam mit den niedersächsischen Gemeinden – „ein wichtiger Schritt“.

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