Ein Knaller

Packhaustheater im Schnoor zeigt „Käthe holt die Kuh vom Eis“

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Mann mit Kuh: William Danne im Packhaustheater - im Bühnenbild seines Stücks. 

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Knaller-Bauernhof-Komödie.“ Mit diesen Worten kündigt das Packhaustheater im Schnoor das Stück „Käthe holt die Kuh vom Eis“ an. Premiere hat es am Donnerstag, 24. Januar, um 20 Uhr. Und auf dem Spielplan steht es dann bis zum 20. April. Regie führt Manuel Ettelt, um die Choreografie kümmert sich Jacqueline Batzlaff, die musikalische Leitung hat Timo Riegelsberger.

Bleibt nur eine Frage, nämlich die des Gattungsbegriffs. Was um alles in der Welt ist eine „Knaller-Bauernhof-Komödie“? Nun, in Wahrheit handelt es sich einfach um eine Bauernhof-Komödie, sagt William Danne. Der Schauspieler, Regisseur und Autor hat „Käthe holt die Kuh vom Eis“ geschrieben. Der Begriff „Bauernhof-Komödie“ wecke eine bestimmte Erwartungshaltung, so Danne. „Er lässt an sehr klassisches Boulevardtheater denken.“

„Käthe. . .“ aber sei im Vergleich dazu „schon etwas heutiger, etwas trashiger“. Der Zusatz „Knaller“ soll genau diesen „Verrücktheitsgrad zum Ausdruck bringen“.

„Sehr unterschiedliche Typen“ kommen auf dem norddeutschen Bauernhof der resoluten Käthe (Gudrun Schade) zusammen. Aus Geldnot bietet Käthe ihren Hof als Erholungsort für überspannte Großstädter an. Nun prallen die Welten des verlorenen Mittzwanzigers Rascal (Michael Svensson), der überdrehten Erzieherin Leonie (Sina Schulz) und des Möchtegern-Casanovas Jürgen (Johann Anzenberger) auf das wahre Landleben. Als die Gäste erfahren, dass Käthe insolvent ist, wollen sie den Hof retten. Mitten in den ausufernden veganen Öko-Wahnsinn platzt die Insolvenzverwalterin (Alica Boll) hinein. Die Komödie nimmt ihren Lauf und „gibt dem Affen Zucker“, so der Autor.

„In jeder Rolle steckt ein Teil von mir“, sagt William Danne. Ist er denn selbst auch Veganer? Danne verneint energisch. Und fügt an: „Ich komme selbst vom Bauernhof. Manchmal musste ich vor der Schule noch Hühner fangen.“

Sein Stück hat er im Sauerland (Arnsberg) auf eigenes Risiko uraufgeführt. Der Mut wurde belohnt, das Hamburger Schmidt-Theater übernahm die Komödie als „Muh-Sical“; Danne spielt dort selbst mit. Herausgebracht hat er „Käthe. . .“ beim renommierten Karl-Mahnke-Theaterverlag in Verden. Es gibt plattdeutsche und bayerische Fassungen. Erstmals erlebt er „Käthe. . .“ nun aus der Zuschauerperspektive.

Eine Perspektive, für die ein passionierter Autor und Regisseur sein „Baby“ auch loslassen können muss. Das könne er, sagt Danne - der übrigens selber gerade in Bremen inszeniert. Auf dem Theaterschiff an der Tiefer bringt er das Stück „Verliebt, verlobt, verschwunden“ (Premiere: 7. Februar) heraus. Als Regisseur gehe er da auch mit dem Text frei um. Da hat er dann Verständnis, wenn das bei seinem Stück auch so gemacht wird. Er freue sich auf die Premiere und sei gespannt, sagt Danne. Und zwischen Bremer Premieren und Hamburger Auftritten arbeitet er schon an seinem nächsten Stück, das wieder bei Mahnke herauskommt.

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