Kirche weicht Neubau

Am Osterdeich sollen 15 Eigentumswohnungen mit Weserblick entstehen

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Die 1970 eingeweihte und 2016 profanierte Neuapostolische Kirche am Osterdeich soll abgerissen werden. Auf dem Areal ist ein viergeschossiges Gebäude mit 15 Eigentumswohnungen geplant. 

Bremen - Von Jörg Esser. An vielen Ecken der Stadt entstehen neue Viertel und Quartiere – am Werdersee in Habenhausen, auf dem freiwerdenden Kellogg-Areal in der Überseestadt und dem ebenfalls teilweise freiwerdenden Klinikareal am Hulsberg. Gebaut werden soll auch am Osterdeich. 15 Eigentumswohnungen sind geplant. Dafür wird die Neuapostolische Kirche weichen.

Das Gotteshaus liegt versteckt zwischen den vielen markanten Osterdeich-Villen. „Ein schmuckloser Bau“, heißt es. Am 15. April 1970 wurde die Neuapostolische Kirche am Osterdeich 31 eingeweiht, unmittelbar an der Weser gelegen und mit schönen großzügigen Räumlichkeiten – ein neues Gotteshaus für die 1932 gegründete und ständig wachsende Gemeinde Bremen-Ostertor. Doch die Zeiten ändern sich. Und auch der NAK laufen die Schäfchen weg. Der Nachwuchs fehlt. Am 22. Juli 2012 werden die Gemeinden Findorff, Ostertor und Neustadt zusammengelegt und bilden seitdem eine neue Gemeinde mit dem Namen Bremen-Mitte. Am 2.  Juli 2015 weiht die NAK das neue Kirchengebäude an der Augsburger Straße ein. Das Kirchengebäude am Osterdeich wird zunächst noch für ausgewählte Veranstaltungen genutzt. Am 18.  September 2016 wird der Kirchenbau profaniert, also entweiht.

Und rund vor einem Vierteljahr wechselte das Grundstück den Besitzer. Käufer ist das Bauunternehmen JB Wohnbau aus Achim. Dessen Geschäftsführer Jens Breuer ist Gemeindemitglied der Neuapostolischen Kirche in Verden. Er will die Kirche abreißen und ein viergeschossiges Objekt mit 15 Eigentumswohnungen hochziehen. „Wohnungen mit Weserblick“, heißt es. Schmucke Stadtwohnungen in der Größe von 50 bis 120 Quadratmetern sollen laut Breuer entstehen. Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen sind geplant und ein Staffelgeschoss mit zwei Penthouse-Wohnungen. Bauherr und Makler sprechen von einem „luftigen Ensemble mit Panaroma-Scheiben, Balkons und verschiebbaren Holzelementen“. Die Preise bewegen sich weiteren Angaben zufolge von 257 000 bis 789 000 Euro.

„Abrissgenehmigung und die Baugenehmigung liegen seit November 2017 vor“, heißt es im Bauressort. Einen genauen Termin für den Start des Projekts, für den Abriss der Kirche also, gibt es noch nicht. Ende 2018/Anfang 2019 wird angepeilt. 2020 jedenfalls sollen die ersten Bewohner einziehen, sagt der Bauherr.

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