Dynamischer Gesamteindruck

Newcomer Hugo Helmig aus Dänemark und Lea begeistern „Breminale“-Publikum

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Das Mikrofon gibt Halt: Hugo Helmig kehrt sein Innerstes nach außen. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Da es sich um die wohl heißeste bisherige „Breminale“ handelt, hat Radio-Bremen-Moderator Malte Janssen etwas Erfrischung dabei: Er feuert ein paar Stöße aus einer großen Wasserpistole in die Reihen des gut gefüllten Bremen-Vier-Zeltes. Das wird gerne angenommen. Vorne stehen einige Kinder, auch dahinter ist das Publikum vergleichsweise jung. Alle warten am Mittwochabend auf Lea.

Sie wirkt auf der Bühne trotz hoher Temperaturen frisch. Mit „Wunderkerzenland“ holt sie ihr eher junges Publikum gleich auf ihre Seite. Auch am Deich neben dem Zelt sitzen die Leute eng beieinander und lauschen. Die wirklichen Fans stehen unterm Zeltdach. Den Song „Wohin willst Du?“ singen weite Teile des Publikums mit, laut und textsicher. Die Sängerin gibt sich natürlich und wirkt, hinter dem Keyboard singend, fast noch etwas kindlich. Doch auch mit eher ruhiger Gestik schafft sie es, interessant zu wirken. Genauso verhält es sich bei ihren ebenfalls ruhigen Bewegungen, während sie die Weite der Bühne erobert. Mal schwenkt sie die Arme über dem Kopf, um dann mit ihrer Hand Richtung Publikum zu greifen. Einige Passagen singt sie verträumt mit geschlossenen Augen. Durch den einstündigen Auftritt trägt auch ihr stets herzliches Lächeln. Diese Gestik scheint sich auf die Fans zu übertragen. Sie genießen die Show vergleichsweise ruhig.

Lea weiß sich mit einfachen Mitteln zu helfen. Um ihren Zuschauern das Mitsingen zu erleichtern, hat sie den Text ihrer aktuellen Single „Zu Dir“ auf eine große Pappe geschrieben. Das beantwortet die Frage danach, wer den Text kennt. „So, jetzt kennt ihr ihn“, antwortet sie und legt mit ihrer Band los. Text und Musik sind hier interessant verzahnt. Auf die Frage „Sag, darf ich zu Dir“ folgt ein zartes Keyboard-Motiv, der Band-Sound wird zurückgenommen, wie für eine kurze Pause zum Nachdenken. Nach dem Auftritt steht Lea fast eine halbe Stunde für gemeinsame Selfies mit den Fans zur Verfügung.

Ruhig und besinnlich: Lea singt im Radio-Bremen-Vier-Zelt. 

Newcomer Hugo Helmig aus Dänemark macht mit seiner Band einfach Stimmung. Das Programm geht in die Beine. Es ist auch schön anzuschauen, denn der agile Helmig, am Dienstag 20 Jahre alt geworden, ist im durchaus positiven Sinne ein Selbstdarsteller. Man muss schon etwas genauer hinsehen, aber dann merkt man: Der Körper erzählt fast so viel wie seine kräftige Singstimme. Die rasante Abfolge feiner Bewegungen verschmilzt fließend zu einem dynamischen Gesamteindruck. Nach einigen Augenblicken weiß man oft nicht mehr, was man alles gesehen hat. Aber man weiß, dass es ziemlich gut ausgesehen hat.

Der Breminale-Donnerstag mit Michael Schulte

 © Selina Spöttel
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Auftakt der 31. „Breminale“ am Mittwoch

 © Viviane Reineking
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Für Dauerpower sorgt er auch mit den Händen. Mal umklammern sie sinnlich und gut sichtbar das Mikrofon. Dann scheinen sie zu begehren, die Handinnenfläche nach oben gedreht und den Zeigefinger ausgestreckt. Dann hebt er die Hände Richtung Oberkörper, die Finger gespreizt. Das suggeriert den Blick ins Innere und Sensibilität. Dann, kurz aber deutlich, eine betonende Geste: die Hand neben der Schirmmütze, der Zeigefinger nach oben gestreckt. Und natürlich, immer und immer wieder: Hand aufs Herz, bei dem eher langsamen „You should know“ sogar beide Hände. Helmig und seine Band beherrschen sowohl die zarte Ballade als auch den vollen Energieschub für die Tanzfläche, etwa bei „Please don’t lie“. Die Ballade „Types of war“ über eine zerbrochene Liebe wird mit einem langen und beeindruckenden Gitarren-Solo verfeinert. Das Konzert beeindruckt, weil er Tanzbares in einem authentischen Band-Sound zu Ohren bringt.

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