Exotische Tiere

Neues Zuhause für Reptilien, Frösche und Papageien gesucht

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Auch Korallenfinger-Laubfrösche suchen ein neues Heim. 

Bremen - Von Martin Kowalewski. Echsen, Papageien, Schildkröten. Sie wirken anspruchslos, sind aber nur etwas für erfahrene Tierhalter.

Exotische Tiere aus der Obhut des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen sind an neue Halter abzugeben. 

Es handelt sich um eine stolze Sammlung, die von einem einzigen Halter stammt: Zwei Pantherschildkröten (ausgewachsene Landschildkröten), zwei Papageien, eine Blaustirnamazone und ein Mohrenkopfpapagei, ein 80 Zentimeter langer Teju und ein 70 Zentimeter langer Steppenwaran warten auf ein neues Zuhause. Dazu kommen noch ein Jemenchamäleon, ein großer Madagaskar Taggecko, ein grüner Baumpython, Perleidechsen, Korallenfinger Laubfrösche, Riedfrösche und ein schwarzer Leguan. 

„Die Tiere hatten nicht genug Wasser und Futter“

Die Tiere wurden einem männlichen Halter abgenommen, der unter anderem mit exotischen Tieren gehandelt hat. „Er hat die Tiere nicht artgerecht gehalten. Die Käfige waren verdreckt, die Tiere hatten nicht genug Wasser und Futter“, sagt Christina Selzer, Sprecherin der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz. Teilweise sei auch die Temperatur in den Terrarien falsch eingestellt gewesen. „Eine Echse hatte Verbrennungen durch eine Lampe im Terrarium. Man sieht es einer Echse nicht unbedingt an, wie es ihr geht“, so Selzer weiter. 

Es handele sich aber nicht um einen Fall von Animal-Hording, dem krankhaften Sammeln von Tieren. „Das passiert etwa, wenn die Tiere sich ungeplant vermehren. Bei solchen Fällen verliert der Halter die Kontrolle. Oft sind die Halter in einer katastrophalen psychologischen Verfassung“, so Selzer. Solche Kriterien seien in diesem Fall nicht erfüllt. 

Die Tiere dürfen nicht verkauft oder zur Zucht eingesetzt werden

Eine Behörde sei auf den Fall aufmerksam geworden. Der Halter habe die Echsen & Co. nicht freiwillig abgegeben, sagt die Sprecherin. Die Tiere sind zur Vermittlung bereit, allerdings nur an Personen, die mit der Haltung solcher Lebewesen bereits Erfahrung haben. „Solche Tiere lassen sich nicht unbedingt streicheln. Sie wirken anspruchslos. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die haben sehr spezielle Bedürfnisse“, sagt Selzer. „Wir wollen die Tiere an Halter abgeben, die solche Tiere bereits haben oder hatten.“ 

Die geschützten Tiere dürfen weder veräußert noch zu Zuchtzwecken eingesetzt werden, heißt es. Interessenten melden sich beim Tierschutzdienst unter 0421/361-4035 oder per Mail unter office@lmtvet.bremen.de.

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